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der Ästhetik und nicht der "Analyse" wegen ...

KeinePartei

Dieses Plakat in besserer Auflösung zum
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enthüllt Telepolis (12.9. 2005):

Mit voller Absicht gegen den guten Geschmack
Die vorgezogenen Bundestagswahlen verlaufen in mehrerer Hinsicht außergewöhnlich: Durch den plötzlichen Tod einer NPD-Kandidatin in Dresden steht das Endergebnis erst am 2. Oktober fest, zwei Wochen nachdem die übrigen 298 Wahlkreise ausgezählt wurden. Damit nicht genug: Auch beim Thema Wahlwerbung loten einige Parteien die Untiefen der gesetzlichen Regelungen aus – allen voran diejenigen, die in erster Linie witzig sein wollen.


Zum vollständigen Text, der auf vielfältige Weise die filmhistorischen Kenntnisse des Telepolis-Autors Thilo Machotta enthüllt und nachweist, dass auch die APPD nur gute Kunst macht. Das ist vielleicht das schlimmste Verdikt, dass man ihnen machen konnte ...

Hier die versprochenen Bilder von der Hamburger Überklebungs-Aktion mit Sprechblasen von den dortigen öffentlichen Mülleimern:

Hier gibt es sogar einen Spot dazu.

Als ein erstes Beispiel für die Aktion hier die allseits geliebte Kanzlerkandidatin der CDU/CSU ...

Merkel1

Von weitem betrachtet ... noch etwas unleserlich

Merkel2

Und jetzt zum Epizentrum der Botschaft ... "Schlag mir den Bauch voll ...


Und von daher kommt die Message .....

Muell

Hier noch ein Bild von der Hamburger Überklebungs-Aktion mit Sprechblasen von den dortigen öffentlichen Mülleimern:

Nämlich ein Photo aus dem Bamblog:

Annen

Zu diesem speziellen spezialdemokratischen Kandidaten finden sich in HH übrigens auch Übermalungen wie "24. Semester" oder "Langzeitstudent" auf den Plakaten für Niels Annen (32 J. , Mitglied des SPD- Parteivorstands. Der ehemalige Bundesvorsitzende der Jusos kandidiert im Wahlkreis Hamburg- Eimsbüttel für den Bundestag), der seit 1994 als Student firmiert.

Das Hamburger Abendblatt (2.9. 2005) berichtet:

"Schmutziger" Humor auf Wahlplakaten

Helmut Kohl (CDU) verkündet: "Wenn ich groß bin, werde ich ein Container", Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) spricht: "Das Beste für die Reste", und Johannes Kahrs fordert: "Ihre Papiere bitte". Merkwürdige Sprechblasen wie diese kleben auf immer mehr Wahlplakaten - quer über die Stadt verteilt, ohne Ansehen der Partei. Was dahinter steckt, haben aufmerksame Betrachter natürlich längst gemerkt: Es sind die Sprüche, die eigentlich zur Benutzung der Hamburger Papierkörbe auffordern. Sie werden offenkundig von irgendwelchen Witzbolden abgezogen und auf die Plakate geklebt.

Wenig Verständnis für diese Art von Humor haben diejenigen, die den Wahlkampf organisieren. SPD-Landesgeschäftsführer Ties Rabe plant jetzt sogar eine Anzeige. "Wir haben bei den Plakaten sowieso eine Verlustrate von 20 Prozent", so Rabe, "da können wir uns solche Verunstaltungen nicht leisten." Rabe will sich jetzt einen Überblick über die Schäden in den Bezirken verschaffen und dann entscheiden, ob er wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt Anzeige erstattet.

CDU-Landesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus hatte zunächst vermutet, daß bei der Stadtreinigung ein Kontingent Aufkleber gestohlen worden sei. Von dort gab es aber Entwarnung. "Ich fordere die Stadtreinigung dringend auf, sich des Problems anzunehmen", sagte Ahlhaus, "so kann es nicht weitergehen."

Nicole Kuon, Wahlkampfsprecherin der GAL, sagte lediglich, sie sehe die Verunstaltungen nicht gerne, fände sie ingesamt aber nicht so dramatisch. Einig sind sich die Wahlkampf-Organisatoren darüber, daß sich die Beschädigungen der Plakate diesmal in Grenzen halten. Beim letzten Bürgerschaftswahlkampf seien viel mehr Plakate zerschlagen und beschmiert worden als diesmal. Eine mögliche Erklärung: Es fehle diesmal an "provozierenden Kandidaten".


PS. Für die nächsten Tage wurden uns Photos von der Aktion versprochen

Er geht weiter. Der alte Volxsport, das Verunstalten von Wahlplakaten ...

Auf Indymedia gibt es eine kleine Sammlung von Beispielen ....

Einen Theorie-Onput von Georg Seeßlen findet sich in der aktuellen Jungle World (34/2005)

Kohl kommt

Eine Ausstellung zur Geschichte der Verfremdung von Wahlplakaten in den vergangenen dreissig Jahren wird derzeit im Hamburger
Hühnerposten gezeigt. Leider dokumentieren die Fotografien der Ausstellung "Die kleine Rache des Souveräns" nicht gerade die intelligentesten Einfälle beim Verunstalten der Plakate.
Unter dem Titel Wählergunst und Wählerkunst - Die kleine Rache des Souveräns sind sie im Foyer des Gebäudes Hühnerposten 1 bis 29. September (Mo-Fr 6.15-19.00, Sa 9.00- 16.00 Uhr) zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Einige Beispiele sind online ansehbar

Das hier aus Gießen ist aber wirklich nett ...
via blog accori.de

Das Thema bleibt leider ein Dauerbrenner - es darf nicht einfach Saisonal gehypt werden. Deshalb findet am 10. september 2005 wieder eine DANCE oUT WEF Tanzparade statt:
dance out wef
Zum dritten Mal versammelt sich die Dance out WEF-Bewegung am 10. September 2005 in Bern zu einer künstlerischen tanzparade durch Bern. Um 12.30 Uhr beginnt das Warm-Up zur Parade auf der grossen Schanze. Um 14.00 Uhr fahren, tanzen, moven wir los. Wir werden mit Electro-, Goa-, Drum'n'Bass-, HipHop-, Reggae- und Bandwagen (Ska, Funk, Jam...) die Stadt zum shaken bringen! Am Abend gibt es eine after Party bis 6 Uhr morgens.

Lineup und weitere Infos: http://www.danceoutwef.org

Kein Punk im Funk
Telepolis (Ernst Corinth), 26.08.2005

Update: "Pogo in Togo" – aber nicht in Köln: Punk-Partei darf in der ARD ihren Wahlwerbespot nicht unzensiert zeigen

Nichts scheint unmöglich. Und fast alles ist in diesem Wahlkampf erlaubt. Zumindest im Fernsehen, wo neben den drögen Wahlwerbespots der etablierten Parteien stramm rechte Organisationen mit rechten Parolen um Wähler werben, wo bibeltreue Christen die Rückchristianisierung unseres Landes propagieren, wo ein umstrittener Krebsarzt für sich und seine Partei wirbt und wo sogar die Titanic- "PARTEI" mit einem schrägen Spot die Wahl lustig verspotten darf. Nur eine Organisation darf nicht um ihre Ziele werben: Die Anarchistische Pogo Partei Deutschlands. Das teilte der für die Ausstrahlung in der ARD offensichtlich zuständige Westdeutsche Rundfunk Köln gestern der APPD mit.

(...)

Weitere ursprünglich geplante Sendetermine sind: 5. September um 22.28 Uhr in der ARD, sowie im ZDF am 1. September um 17.10 Uhr sowie am 12. September um 21.40 Uhr. Wer die unzensierte Fassung sehen möchte, kann diese auf einer eigens eingerichteten Seite downloaden.
(Alle Links und den ganzen Text hier)

(von Peter Nowak, Telepolis, 29.08.2005)

Zwischen Wahlboykott und Bergpartei
Der Wahltag rückt näher und die Diskussionen um das Abschneiden dieser oder jener Partei oder Koalition füllt die Medien. Dabei gibt es hierzulande auch Menschen, die an diesen Debatten gar kein Interesse haben. So fleißig, wie andere ihr Kreuz am Wahlzettel zur Bürgerpflicht erklären, rufen sie vor jeder Wahl zum Boykott auf.

Ein ordentlicher Wahlboykott beschäftigt in Deutschland zunächst mal die Juristen. Gleich vier Rechtsanwaltsbüros sind für die Sammlung der Unterstützerunterschriften für den Boykott [extern] zuständig. Was dem einen der Wahlzettel, ist dem anderen seine Boykotterklärung, denkt man bei soviel bürokratischen Gehabe.

Auch die Argumente für den Wahlboykott zeigen, dass es sich hier um enttäuschte Staatsbürger handelt, welche die Versprechen der Parteien ernst nehmen, aber feststellen, dass sie gar nicht verwirklicht wurden. So wird noch mal aufgezählt, dass Rot-Grün keine Kriege verhindert habe, den Atomausstieg nicht wirklich geschafft und den Sozialabbau mächtig vorangetrieben haben soll. Die liberal-konservativen Regierungsanwärter werden diesen Kurs beschleunigt fortsetzen, heißt es im Aufruf.

Schwerer tut man sich da schon mit den Argumenten zur Linkspartei. Einerseits wird davor gewarnt, sich abermals die Finger zu verbrennen, nachdem man doch schon mit den Grünen so seine Erfahrungen gemacht hat. Andererseits wird aber auch darauf verwiesen, dass sie Linkspartei gar nicht die Macht und den Einfluss haben wird, um sinnvolle Ideen durchzusetzen. Ein solches Argument kommt auch gern von großen Parteien, um die Wähler von der Stimmabgabe von kleinen Parteien, die ja eh nichts bewirken können, abzuhalten. Wenn in den Diskussionsforen dann einige ihre Unterstützung des Wahlboykotts mit der angeblichen Beschädigung der Demokratie und der Verfassung durch die vorzeitige Parlamentsauflösung begründen, vermisst man doch mal eine nüchterne Staatskritik, wie sie beispielsweise der Politologie Johannes Agnoli in seinem früher auch gerne für Wahlkritik herangezogenen Standardwerk "Transformation der Demokratie" vor mehr als 35 Jahren geliefert hat.


Und wer sich bishier her durchgekämpft hat, bekommt nun ein paar Hinweise für den "Spaß mit Kreuz"

Hans Bernhard [UBERMORGEN.COM]
Media Hacking - Digitaler Aktionismus


Media Hacking wird generell sehr vage als Manipulation von
Medientechnologie beschrieben. Eine spezifischere Definition ist das massive Eindringen in massenmediale Kanaele mit Standardtechnologie wie z.B. Email und mobile Kommunikation (Handy). Mit dieser einfachen Vorgehensweise - schlussendlich ist nur Mut, Intelligenz und Basis Know how im Umgang mit Technik notwendig - koennen im Zeitalter der "totalen" Vernetzung enorme Reichweiten und Frequenzen im global vernetzten massenmedialen Raum erzielt werden. Populaere Media Hacking Projekte sind der "TOYWAR" von etoy und "Vote-Auction" von UBERMORGEN.COM.

Der digitale Aktionismus steht in der Tradition der Wiener Aktionisten und beschreibt die intuitive Ueberfuehrung der Prinzipien des Aktionismus in den digitalen Raum. Die geschaffenen Identitaeten (Corporate, Kollektive) werden zum kuenstlerischen Ausdrucksfeld und aeusserste Realaesthetik, wie z.b. reine Kommunikation wird in den Mittelpunkt gerueckt und somit wird der konventionelle Kunstbegriff zerstoert, sofort wieder geordnet und neu aufgebaut. Die Aktionen werden in Medienberichten, Emails und Logfiles festgehalten. Die fuer Media Hacking und den digitalen Aktionismus notwendigen Systemschwachstellen sind schnell ausgelotet. Elegante legale (oder halb-legale) Loesungen sind jeglicher Illegaler Aktion vorzuziehen. Illegalitaet bedraengt und
verunmoeglicht das freie Arbeiten und die offene Publikation. Die Aktion [V]ote-Auction fuehrte zur Verurteilung einiger digitaler Aktionisten in den USA (Missouri, Chicago, Massachusetts und Wisconsin) und verunmoeglicht dem Kuenstler-Duo UBERMORGEN.COM die Einreise in die USA [von 2000-2005].

Digitaler Aktionismus bedeutet freie Radikale, Experimente auf dem Markt der Aufmerksamkeit - den globalen massenmedialen News-Kanaelen [CNN].
Unter Verwendungung zeitgenoessischer low-tech Intstrumente,
live-generierter Techno-Ethik in den digitalen Peering-Netzwerken,
juristischem Fachwissen und psychologischer Transformation des
technologischen Impacts auf die Kunst des angehenden 21. Jahrhunderts:
Feature Projekte sind "UBERMORGEN.COM", "etoy", "the digital hijack", "TOYWAR", "[V]ote-auction", "NAZI~LINE", "[F]originals" und der "Injunction Generator".
(...)
Negative Affirmation: Demgegenueber versteht Bazon Brock unter Affirmation nicht die 100%ige Bejahung eines Zustimmung fordernden Anspruchs, sondern die mittels 150%iger Ueberhoehung radikalisierte Formulierung dieses Anspruchs. Durch die Drastik der Bejahung wird die Sinnlosigkeit vieler Aussagenansprueche in ihrer Konsequenz deutlich. Es entsteht ein sog. Kippeffekt. Beispiel: der vielzitierte Dienst nach Vorschrift. Jede Organisation, die sich in jedem Punkt an ihr selbst auferlegtes Regelwerk haelt, kommt binnen kuerzester Zeit zum Erliegen. Die Affirmationsstrategie wird von vielen Kuenstlern genutzt, um Aussagenansprueche in ihrer Begruendungslogik zu zerschlagen. Leider wird dabei haeufig uebersehen, dass die affirmative Strategie nicht in allen Handlungsfeldern ueberzeugend eingesetzt werden kann. Dort wo die Realitaet sich bereits selbst in ihren Grenzen thematisiert, kann Affirmation die notwendige aesthetische Differenz nicht mehr erzeugen und dementsprechend keinen Kippeffekt bewirken. Die theoretische Aufbereitung der Affirmationsstrategie entwickelte Brock aus der Erkenntnis der Selbsterhaltungstendenz von Systemen. Je staerker Systeme mittels Schliessung versuchen, ihre Autonomie zu wahren, umso anfaelliger wird die Gesamtstruktur fuer spontane Fluktuationen.(*2)
Hier geht's weiter

N A T I O N A L / H Y M N E N

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Miki Malör / monochrom / Chor der Gegenstimmen

www.monochrom.at/nationalhymnen

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Präsentiert von Miki Malör
in Zusammenarbeit mit der Theorieneigungsgruppe monochrom
und dem Chor der Gegenstimmen
Regie: Miguel Angel Gaspar

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Eine musikalische Reise. Die ganze Welt von A-Z, durch ihre Hymnen betrachtet.
Zum besseren Verständnis der österreichischen Identität.
Ein patriotischer Beitrag zum Österreichjahr 2005.

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Liebe Österreicherinnen und Österreicher!

Nationen und die auf ihnen errichteten Nationalstaaten sind eine
historische Erfindung.
Eine Erfindung der bürgerlichen Klasse.
Eine Erfindung zur Durchsetzung ihrer politischen und ökonomischen Interessen.
Und das sind auch Sie, liebe Österreicher und Österreicherinnen:
Erfindungen zur Durchsetzung politischer und ökonomischer Interessen.
Lassen Sie dieses Gefühl zu.
Singen sie mit!

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Aufführungen:

6. September bis 17. September 2005
tägl. 20:00 (ausser So/Mo)
dietheater Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
www.dietheater.at <http://www.dietheater.at>*

Preis: EUR 14,50 / Vorverkauf EUR 12,-

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Performance: Miki Malör
Theorieneigungsgruppe monochrom: Johannes Grenzfurthner, Harald Homolka
List (Präsenz, Wording); Frank Apunkt Schneider (Text); Eva Hausberger
(Visuals); Franky Ablinger, Evelyn Fürlinger (Daten und Koordination)
Chor: Gegenstimmen
Konzept: Miki Malör
Regie: Miguel Angel Gaspar
Musikalische Leitung, Chorsätze: Erke Duit
Assistenz: Gerda Schorsch
Lichtdesign: Edgar Aichinger
Licht, Ton: Andrea Korosec, Ewald Marischka
PR: Michaela Benovic-Fellner
Fotos: Johannes Kittel
Netz, Recherche: Helmut Schütz
Dank an: Hagnot Elischka

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Subvention: Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7.

 

twoday.net AGB

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