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Imagebeschmutzung

Die kleine NGO urgewald und die Kampagne .ausgestrahlt! veröffentlichten in einer Broschüre sowie im Internet eine veränderte Version einer RWE-Werbung mit der 80er-Jahre Neue Deutsche Welle-Band Trio, durch die aufgedeckt wurde, was hinter dem dubiosen RWE-Angebot "ProKlima Strom" steckt.

Die bekannte Werbeagentur Jung von Matt, zuständig für die Gestaltung der RWE-Werbekampagne, lies Ende März 2009 durch ihren Anwalt mitteilen, dass jegliche weitere Verbreitung und Nutzung des Bildes zu unterlassen sei und drohte mit rechtlichen Schritten.

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Es folgte breite Solidarität und weiterer Imageschaden für RWE (und Jung von Matt)...

Sammlungen von Reaktionen und Hintergründen


Pressespiegel

"Am Pfingstsamstag stellte der Arbeitskreis „Angreifbare Traditionspflege“ auf dem Bahnhofsvorplatz in Mittenwald ein Denkmal für die Opfer von Nazi-Verbrechen auf. An der Feierlichkeit nahmen über 200 Menschen aus verschieden Ländern teil.

Das Denkmal wurde in einem bewegenden Akt von Maurice Cling, Max Tzwangue, Marcella und Enzo de Negri enthüllt. Maurice Cling ist Auschwitzüberlebender, der nach dem Todesmarsch von Dachau von Alliierten in Mittenwald befreit wurde. Max Tzwangue war französischer Widerstandskämpfer. Marcella und Enzo de Negri sind die Kinder des auf der griechischen Insel Kephallonia von Gebirgsjägern ermordeten Hauptmann Cap. Francesco de Negri."



Hier ein paar Pressestimmen zur gelungenen Denkmalaufstellung in Mittenwald:

Münchner Merkur (1. Juni 2009): "Denkmal mit Sprengkraft"

Frankfurter Rundschau (1.6.2009): "Angriff auf konservative Gebirgsjäger"

Indymedia

Junge Welt (2.6.2009): "Neue Tradition begründet
Im bayrischen Mittenwald wurde ein Denkmal für die Opfer der Gebirgstruppen enthüllt. Gemeinde ignorierte die Veranstaltung"

Hagalil (01.06.2009): "Denkmalsenthüllung in Mittenwald: Erinnerung an die Verbrechen der Gebirgstruppen."

Presseerklärung und Bilder vom 30. Mai 2009 in Mittenwald | Denkmalsenthüllung, Zeitzeugenveranstaltung und Demonstration

Im Feuilleton der NZZ (4.2.09 / nicht online) findet sich eine interessanter Artikel über das Schuhwerfen als politisches Handeln. Neben kulturanthropoligischen Basics (die im Zuge des Abschiedswurfes landauf landab kommuniziert wurden), berichtet die Autorin über die Nachahmer - und am Ende wirds dann unklar, wie's gemeint ist: Hämisch, Analystisch oder indifferent? Wir würden die Sache unter der Kategorie "Weiche Waffen" verbuchen. Und werte NZZ, der Ohnmacht muss nicht immer ohnmöchtiges Handeln folgen:

Mit «geschwärztem Gesicht, einem Strick um den Hals sowie einer Halskette aus Schuhen» solle er durch die Städte Indiens getrieben werden: So wütete ein sunnitischer Religionsgelehrter gegen den Gründer der Ahmadija, einer im 19. Jahrhundert hervorgetretenen Glaubensgemeinschaft mit islamischen Wurzeln, die orthodoxen Muslimen dennoch Anathema ist. Die zweckentfremdete Fussbekleidung als Schandmal hat in der islamischen Welt Tradition - und erfährt im globalen Zeitalter trotz allen Konfrontationen zwischen Ost und West derzeit offenbar eine Renaissance. Initiiert hat diese der irakische Journalist Muntadhar az-Zaidi, der am 14. Dezember sein Schuhwerk in Richtung des amerikanischen Präsidenten pfefferte und dafür in der ganzen arabischen Welt gefeiert wurde - Muammar Ghadhafis Tochter verlieh ihm eine Ehrenmedaille, in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit wurde gegen Ende Januar eine bronzene Schuhskulptur von moderater künstlerischer Anmutung enthüllt, aber bereits nach zwei Tagen wieder abgeprotzt.

Doch az-Zaidis Beispiel hat über die Grenzen des arabischen Kulturraums hinaus Schule gemacht: Sowohl postalisch wie auch mit direkten Wurfaktionen wurde der aus dem Amt scheidende George W. Bush mit einer unerwünschten Musterkollektion von Schlappen, Stiefeln, Turnschuhen und Pumps eingedeckt, im Internet durfte jeder, der mochte, sich in der neuen Disziplin erproben. Anti-WEF-Demonstranten haben sich vor der Basler UBS ihrer (so nehmen wir an) aus der Mode gekommenen Treter entledigt, und am Montag wurde nun auch der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao während einer Rede in der Universität Cambridge Opfer einer Schuhattacke.

Wer Abdelrachman Munifs «Salzstädte» kennt - den ersten Teil der grossartigen Pentalogie über den Aufstieg des Wüstenstaats Saudiarabien zur Ölmacht -, der weiss freilich, dass der Schuh buchstäblich auf den Schützen zurückfallen kann. In einer unvergesslichen Szene bombardieren dort die als Bau- und Hafenarbeiter rekrutierten, in stickige Baracken gepferchten Beduinen die glutheissen Wellblechdächer ihrer Unterkünfte mit Schuhen, die als schmutziger Regen der Schmach umgehend auf sie selbst niedergehen. Der Schuhwurf - das wäre von Munif zu lernen - kann nicht nur Ausdruck der Geringschätzung sein, sondern auch Symbol der eigenen Ohnmacht.

Ist da hier nicht ein geniales Foto?



bernd
Man beachte den Gesichtsausdruck von Bernd beim Abtransportiertwerden.
Und die Polizisten kommen einem wie Comicpolizisten vor,
Also ich find die Aktion dieses Endfotos wegen nun doch ziemlich stark!

Powerseller
power_seller_08

Hinter diesem Link verbirgt sich eine Kunstaktion, die mit Hilfe der Online-Plattform Ebay Konsumverhalten hinterfragt und die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sichtbar macht. Es werden Artikel auf Ebay versteigert, wobei die Angebote nicht nur aus Werbung bestehen, sondern gleichzeitig auch aus Antiwerbung. Zu jeder Sache werden Hintergründe über die Herstellung, Inhaltsstoffe, etc. erklärt und mit anschaulichen Bildern untermalt. Der Ebay-User wird in einem intimen Moment des "Haben-Wollens" mit Missständen und Gefahren konfrontiert, die das Objekt der Begierde in sich trägt und kann sich so wirklich frei für oder gegen einen Kauf entscheiden...

In den Angebotslisten werden die Artikel zunächst Ebay-typisch beworben: z.B. "wunderschöner Pelzmantel" oder "Adidas Bikini, sexy!!!"
Wenn man dann aber auf das Angebot klickt, wird schnell klar, dass es hier nicht um Anpreisen von Waren geht, sondern um etwas ganz anderes. Die Texte zu den Objekten sind informativ, auch Kauf-Alternativen werden vorgeschlagen. Die Fotos auf den Seiten sind jedoch nicht immer was für schwache Nerven...

Power_seller_08 erklärt weiterhin, die Angebote seinen "keine Fakes", alle Objekte werden wirklich zum Kauf angeboten.

Seit zwei Jahren ist die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" der deutschen Filmwirtschaft mit Spots, Print-Motiven und spektakulären Aktionen präsent. 2006 wird die Kampagne auch in Österreich übernommen: Die "Allianz für die österreichische Musikindustrie", der "Verband für die österreichische Softwarewirtschaft" und die "Austrian Film Alliance" haben sich zum Konsortium ZKM zusammen- geschlossen, um auch hierzulande den raubkopierenden Massen den Krieg zu erklären!

hartabergerecht


"Wir werden die Raubkopierer aus den dunklen Höhlen der Anonymität ins Licht der Öffentlichkeit zerren!"

- Christian Schober,
Verband für die östereichische Musikindustrie
(Wien, 18. November 2005)


Im November 2003 hat sich die deutsche Filmwirtschaft unter dem organisatorischen Dach der Zukunft Kino Marketing GmbH (ZKM) zusammengeschlossen und die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" ins Leben gerufen. Doch auch hierzulande bedrohen die verbrecherischen Machenschaften der Raubkopierer den Absatz unserer Produkte. Auch in Österreich bringt das digitale Zeitalter für uns als kreative Industrie vor allem eines mit sich: düstere Perspektiven. Um dem entgegen zu wirken, erklären wir auch in Österreich ab 2006 der Raubkopiererei den Krieg!

Diesen "Krieg gegen die Raubkopiererei" werden wir auf zwei Fronten führen: Auf der Ebene des Marketings genau so wie an der Front der kompromisslosen und unbarmherzigen juristischen Verfolgung.

Die betroffenen Verbände haben sich zum Konsortium ZKM zusammengeschlossen, um vereint gegen die Missachtung des geistigen Eigentums vorzugehen und die Stimme zu erheben für Kreativität und Kultur. Wir müssen und werden ein für allemal klarstellen: Wir schaffen Kreativität und Kultur, die Raubkopierer hingegen zerstören Kreativität und Kultur! Hiezu werden wir mit neuen Ideen und Strategien gegen diesen "organisierten Diebstahl" vorgehen. Mit provokanten und ironischen Slogans und Motiven ebenso wie mit Polizeirazzien und Gefängnisaufenthalten. Mit viralem Marketing ebenso wie mit viralen Technologien zur Überführung der Copyright-Verbrecher unter den Konsumenten.

Ob in Volksschulen, Universitäten oder Pensionistenheimen - auch im digitalen Zeitalter muss gelten: Diebstahl bleibt Diebstahl.

ZKM - Hart aber Gerecht 2006

oder einfach nur schlechten Geschmack?
aus:
"Lüneburger Nachrichten" vom 21./22. Januar 2006.

Gas1

DuBistNazideutschland</a>

Zum Nazi-Vergleich in diesem Blog

o.k. die werbefritzen mit ihren 1,6 Milliarden kontakten haben nun ein wenig gegenwind erleben müssen. aber die frage ist doch, ob es sinn macht, das gegenwärtige deutsche nationalgefühl mit dem NAZI-Vergleich zu kritisieren.

Das könnte in zweierlei hinsicht nach hinten losgehen.

Die Bildung nationaler Wahnideen ist immer darauf angewiesen dass jemand den wahn für real hält. ex negativo bestätigt eine solche kritik die vorgestellten gemeinschaften und die kritik daran lässt sie ein stück mehr real erscheinen.

Darüber hinaus unterstützt der Nazi-Vergleich die Bildung eines "normalen" Nationalgefühls, weil er einfach nicht stimmt.

Historisch nicht, moralisch nicht und biographisch sowieso nicht. Der Nazi-Vergleich entwertet die aktuelle Kritik am neuen deutschen Hochgefühl.

Damit sind wir beim zweiten Punkt. das neue deutsche Nationalgefühl muss kritisiert werden nicht wegen auschwitz, sondern es gibt genug aktuelle gründe diese ganze chose radikal in Frage zu stellen.

Vor dem Hintergrund von Auschwitz verblassen aber alle aktuellen Schweinereien. Wenn wir aber dieselben unter Bezug auf den Nazi-Vergleich kritisieren, lässt sich das zurecht zurückweisen.

Und ausserdem erscheinen die aktuellen Schweinereien dann auch vergleichsweise harmlos, weil Faschismus ist es ja noch nicht.

Ich hoffe das Problem ist nachvollziehbar. Denn wir sollten die herrschenden Verhältnisse unabhängig von der deutschen Geschichte kritisieren, sonst fallen uns die aktuellen Verhältnisse auf die Füße.

Ungeachtet dessen kann man die Werbefritzen mit ihren 1,6 Milliarden Kontakten gerne ein Stück piesacken! Aber mit einer Analyse sollten wir das nicht verwechseln.

Born in the USAheißt es im österreichischen "Kurier" (13.1.2005) über die Maßnahmen eines Bayreuther Aktionskünstlers:

"Bayreuth - Ein mysteriöser Unbekannter "verziert" in einem Bayreuther Park immer wieder Hundehaufen mit amerikanischen Fähnchen. Über das Motiv dieses seltsamen Treibens kann Josef Öttl von der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage nur Vermutungen anstellen. "Vielleicht will jemand auf diese Weise gegen den Irak-Krieg protestieren oder auch nur auf die extreme Verkotung der Parkanlage aufmerksam machen."

Etwa 3.000 Hundehaufen "verziert"

Die Hoffnung, dass dieser Unfug mit der Präsidentenwahl in den USA aufhöre, habe sich nicht erfüllt, sagte Öttl. Seit rund einem Jahr seien mittlerweile zwischen 2.000 und 3.000 Hundehaufen "verziert" worden."

Täter schlägt nachts zu

"Mehrere Wochen passiert oft gar nichts und dann sind an einem Morgen bis zu 100 Häufchen mit amerikanischen Fähnchen garniert" erregt sich Öttl, der in diesem Vorgehen eine Verunglimpfung der amerikanischen Nation sieht. Da den 52 Hektar großen Park der Bayreuther Eremitage jedes Jahr bis zu 250.000 Menschen besuchen, kann der mysteriöse Unbekannte nach Öttls Auffassung sein Unwesen nur zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr treiben.


Behörden geben sich gelassen

Die Polizei steht dem Treiben weitgehend hilflos gegenüber. "Wir laufen zwar verstärkt Streife, aber es ist nicht strafrechtlich relevant, amerikanische Fähnchen in Hundekot zu stecken", sagte Polizeisprecher Reiner Küchler. Ähnlich sieht dies auch die Justiz: "Die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit geht sehr weit", meinte Leitender Oberstaatsanwalt Thomas Janovsky."


HundescheissverbotIn Wien ist das mit der Hundekacke auf dem "Bürgersteig" tatsächlich so ein Problem ... jedenfalls wäre das mal eine andere Phantasie, die dann auch dazu führen würde, dass sich jemand befleissigt sehen würde, das Zeug zu entsorgen ...






"Wir wissen nicht, was wir mit ihm tun, wenn wir ihn erwischen, zitiert das englischsprachige Newsportal "Ananova", den Bayreuther Polizeisprecher, denn es gibt kein Gesetz, das so etwas verbieten würde:

"Police hunt poo protesters

Police in Germany are hunting pranksters who have been sticking miniature US flags into piles of dog poo in public parks.
(...)
The series of incidents was originally thought to be some sort of protest against the US-led invasion of Iraq. And then when it continued it was thought to be a protest against President George W. Bush's campaign for re-election. But it is still going on and the police say they are completely baffled as to who is to blame.

"We have sent out extra patrols to try to catch whoever is doing this in the act," said police spokesman Reiner Kuechler. "But frankly, we don't know what we would do if we caught them red handed."

Legal experts say there is no law against using faeces as a flag stand and the federal constitution is vague on the issue."


BR querzoom
Der Bayrische Rundfunk (Redaktion querzoom) schlägt einen amüsierten Ton an: "Flagge zeigen - in Bayreuths Hundehaufen" (18.1. 2005)


Die Financial Times (21.1 2005) verlegt das Ereignis nach Berlin und berichtet über die Lücken im Flagcode:

"Seit etwa einem Jahr versehen Unbekannte Hundehaufen auf Berlins Gehwegen und in Grünanlagen mit US-Fähnchen. Bis zu 3000 Stück Exkrement sind nach Schätzung der Parkverwaltung bereits auf diese Weise beflaggt worden.

Die Sicherheitsbehörden stehen vor einem Rätsel. Die genauen Motive der vermeintlichen Kotflaggen-Bande sind unklar. Zunächst vermuteten Ermittler eine Aktion gegen den Irak-Krieg. Aber selbst nach dem US-Präsidentschaftswahlkampf sank die Zahl der Köttelwimpel nicht.

Berlin verdankt Amerika einiges. Die Berliner Polizei hat daher vermehrt Streifen auf die Suche nach den Kotbeflaggern geschickt. Allgemein bekannt ist ja, wie sehr die Landesflagge jeden aufrechten US-Patrioten emotional berührt. Und Paragraf 176 des "United States Code" mahnt eindringlich an, die Flagge "nicht mit Geringschätzung zu behandeln". Nicht gestattet ist zudem, Decken damit zu behängen, und die Verwendung als Bettlaken.

Insgesamt 15 Verhaltensregeln umfasst der "Flag Code". Hundekot taucht nicht auf. Und auch Berlins Polizei ist ratlos, wie mit den Kotbeflaggern zu verfahren wäre. Handelt es sich womöglich schlicht um einen extremen Fall von Freiheitsliebe?"


Die Blogger haben das Thema entdeckt:
Etwa xy 12 mit ein paar netten Überlegungen über Flaggen (leider nur die amerikanische, wäre ja mal interessant, was passiert, wenn die deutsche Flagge zur Behübschung verwendet wird).

"Heisse Luft" findet dort das "Zitat des Tages" (14.1. 2005).


Inspirationsquellen
gab und gibt es eine ganze Reihe:

Zum Beispiel während der Proteste gegen den Golfkrieg (taz, 28.3.2003):
"In vielen arabischen Restaurants läuft die ganze Zeit al-Dschasira. Männer starren bedrückt auf den Fernseher. Vor der Mauer des Friedhofs am Mehringdamm liegt ein Haufen Hundescheiße, in den jemand eine kleine amerikanische Flagge gesteckt hat. Im Tagesspiegel stand ein Bush-Zitat: "Die Freiheit, die wir meinen, ist nicht Amerikas Geschenk an die Welt, sondern Gottes Geschenk an die Menschheit." Manchmal hat man den Eindruck, Bush habe wieder angefangen zu trinken."
Als Satire verkauft uns ein ähnliche Aktion, Christian Knoll, auf "politico - Politik und Politikwissenschaft im Netz " (3.8. 2004). Von dort ist auch obiges Photo.

Aber eigentlich stammt die Idee von der spanischen KG-Truppe "La Fiambrera Obrera", die in Sevilla unter dem Motto "INTERVENING THE CITY - A PROPOSSAL FOR AN ALTERNATIVE FORUM AND A "SUSTAINABLE" CITY FALLING DOWN TO PIECES", diese Art von nachhaltiger Stadtentwicklung entwickelte:


Fiambrera


"Si 8 Do", is more or less the contrary of the official motto of the Sevilla Council.
This one reads "No 8 Do", which must be read as "Thou have not abandonned me" and it is a reference to a distinction that some medieval king gave to Sevilla.
The motto is on absolutely everything in Sevilla: buses, uniforms, street posts... and quite obviously ours means "thou have abandonned me".
We started using these little flags with the changed motto, just by placing them on every dog-shit we found in the street, and there were hundreds of them.
Fiambrera should register the "dog-shit index" as a sociological and urbanistic tool to detect the availability of green areas (none at all in our barrio) and the degree of abandonment of a district (months and months without any cleaning brigade)."

LIDL1
Anklage gegen Libertad!
Die Online-Demo gegen das Abschiebegeschäft der Lufthansa kommt vor Gericht

21.01.2005 - Im März 2001 begannen die Initiativen "Libertad!" und "Kein Mensch ist illegal" mit der Mobilisierung zu einer Online-Demo im Zusammenhang mit der deportation.class-Kampagne gegen das Lufthansa-Abschiebegeschäft. Unterstützt und zur Aktion aufgerufen wurde von rund 250 Gruppen und Einzelpersonen aus den Bereichen der Menschenrechtsarbeit, der Asylpolitik, von Gewerkschaften und NGO's. Am 20. Juni 2001, am Tag der Hauptversammlung der Lufthansa AG in Köln, war es soweit: Mehr als 10.000 Teilnehmer/innen brachten mit ihren Zugriffen auf die Lufthansa-Webseite den digitalen Kranich ins Wanken, die Seite war zeitweise lahmgelegt. Am 28.12.2004 hat nun die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main Anklage beim Amtsgericht gegen den Anmelder der Internet-Domains "www.libertad.de" und "www.sooderso.de" erhoben, da er "durch Verbreiten von Schriften zu einer rechtswidrigen Tat - Nötigung gemäß §240 StGB - aufgefordert" habe.
Zur Presseerklärung von Libertad

Im übrigen: wer nachlesen will, was die Online-Demo wollte und wie sie verlief... die Seite http://go.to/online-demo ist mit dem Stand vom 21.06.2001 immer noch erreichbar. Gespiegelt, und mit weiteren Infos, auch zum Verfahren, natürlich auch immer noch bei libertad.de: http://www.libertad.de/inhalt/projekte/depclass

 

twoday.net AGB

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