Gegenoeffentlichkeit
heule statt heute

eine etwas andere Beilage;
am Samstag den 12- Sonntag den 13. gab es in Wien/ Spitalgasse 11 eine Haus-Besetzung;
(siehe ex- location -> http://events.unkompliziert.org/node/113)
Seitens der Exikive wurden im Rahmen der Räumung 126 Personen erfasst; 70 Beamte inkl Rettung und Polzei Hubschrauber waren im einsatz.
Das entsprechende Medien Echo
( http://freiraum.lnxnt.org/moinwiki/PressespiegelWien2008)
ließ natürlich nicht auf sich waren;
von linksextremen war da teilweise die Rede uns es dauerte nicht lange da wurden aus Blumen - Blumentöpfe und aus Wasserbechern - Fließen
Zeit den MedienWahn wieder ein wenig entgegenzuarbeiten und eigene Inhalte einzubringen dachten sich also einige an der Besetzung beteiligten und produzierten in einer Mischung aus Fake und Subversiver Affimation ihre sicht der Dinge;
das Ganze (eine Mischung aus dem Communicé der BesetzerInnen und passenden "Meldungen" die zum Thema passen) ergab dann eine einseitige Beilage für die "gratis" Zeitung Heute die in Wien in allen U-Bahnen und VerkersknotenPunkten aufliegt.
ca. 20.000 Stück wurden in den frühen Morgenstunden des 18.4.08 beigelegt.
-> hier der Link zur Zeitung
http://heule.meine-hp.net/gaensebluemchen.pdf

eine etwas andere Beilage;
am Samstag den 12- Sonntag den 13. gab es in Wien/ Spitalgasse 11 eine Haus-Besetzung;
(siehe ex- location -> http://events.unkompliziert.org/node/113)
Seitens der Exikive wurden im Rahmen der Räumung 126 Personen erfasst; 70 Beamte inkl Rettung und Polzei Hubschrauber waren im einsatz.
Das entsprechende Medien Echo
( http://freiraum.lnxnt.org/moinwiki/PressespiegelWien2008)
ließ natürlich nicht auf sich waren;
von linksextremen war da teilweise die Rede uns es dauerte nicht lange da wurden aus Blumen - Blumentöpfe und aus Wasserbechern - Fließen
Zeit den MedienWahn wieder ein wenig entgegenzuarbeiten und eigene Inhalte einzubringen dachten sich also einige an der Besetzung beteiligten und produzierten in einer Mischung aus Fake und Subversiver Affimation ihre sicht der Dinge;
das Ganze (eine Mischung aus dem Communicé der BesetzerInnen und passenden "Meldungen" die zum Thema passen) ergab dann eine einseitige Beilage für die "gratis" Zeitung Heute die in Wien in allen U-Bahnen und VerkersknotenPunkten aufliegt.
ca. 20.000 Stück wurden in den frühen Morgenstunden des 18.4.08 beigelegt.
-> hier der Link zur Zeitung
http://heule.meine-hp.net/gaensebluemchen.pdf
-wienwahn - am Freitag, 18. April 2008, 13:20 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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Nur ein Resultat der www.linke-medienakademie.de...
Medien- und Gegenöffentlichkeitskritik sozialer Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland” war der Titel eines Vortrages von Bernd Hüttner, dem Herausgeber des “Verzeichnis der Alternativmedien”. Klaus Schaake sprach mit dem Referenten.
Download MP3 (6:36min, 3MB)
http://kassel-zeitung.de/podcast/index.php?id=151
Medien- und Gegenöffentlichkeitskritik sozialer Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland” war der Titel eines Vortrages von Bernd Hüttner, dem Herausgeber des “Verzeichnis der Alternativmedien”. Klaus Schaake sprach mit dem Referenten.
Download MP3 (6:36min, 3MB)
http://kassel-zeitung.de/podcast/index.php?id=151
Bernd Hüttner - am Dienstag, 11. März 2008, 12:32 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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Mehr als 40 verschiedene Veranstaltungen bietet die 5. Akademie für linke Medienmacher/innen Anfang März in Berlin. Sie findet erstmals im Tagungszentrum am Franz-Mehring-Platz 1 statt – verkehrsgünstig am Berliner Ostbahnhof gelegen. „Wir haben hier mit dem großen Münzenberg-Saal sowie sieben modernen Seminarräumen optimale Arbeitsbedingungen“, freut sich der Akademie-Initiator Christoph Nitz. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Akademie aus Kursen für Zeitungsprojekte der Linkspartei und ihrem Umfeld. Die vierte Auflage im Frühjahr 2007 bot knapp 20 Veranstaltungen und konnte 100 Teilnehmer/innen begrüßen.
www.linke-medienakademie.de
www.linke-medienakademie.de
Bernd Hüttner - am Sonntag, 2. März 2008, 22:01 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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"In seiner Ausstellung "Politik, Pop und Afri-Cola. 68er Plakate" zeigt das Deutsche Plakat Museum in Essen wie sich Vietnamkrieg, Studentenbewegung und Auflehnung gegen gesellschaftliche Grundwerte im Medium Plakat widerspiegeln. Klaus Staeck, 69, Deutschlands bekanntester Plakatkünstler und seit 2006 Präsident der Akademie der Künste zu Berlin, lässt für art die wilden 68er noch einmal aufleben" – und präsentiert einige Klassiker der Plakatkunst...
Wendy Gondeln - am Mittwoch, 16. Januar 2008, 12:24 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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Statt Oswald Metzer, Funny van Dannen und ein Tour d'horizon durch den Dschungel der Gegenöffentlichkeit, mit einer Reihe von Bekannten:
contributor - am Dienstag, 27. November 2007, 00:26 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
Die gab's am 13.11. zu Berlin.
Dabei ging es laut Ankündigung um "Bürgerliche Medien", "Szene-Medien" und "Gegenöffentlichkeit:
Gegenöffentlichkeit
Neben der eigenen Szene wollen wir ja gelegentlich auch andere Menschen erreichen. Inwiefern wir das indirekt durch bürgerliche Medien schaffen ist fraglich. Ebenso dürfte auch die Webseite oder der Blog einer Kleinstgruppe oder Einzelperson kein Millionenpublikum haben. In bewegungsreicheren Zeiten gab es vielfältige Projekte, wie freie Radios oder Stadtzeitungen, die heute, wenn es sie überhaupt gibt, nur einen kleinen Kreis erreichen. Könnten solche Projekte so gestaltet werden, dass sie tatsächlich von vielen Menschen wahrgenommen werden. Wie könnte in der heutigen Zeit mit den heutigen Mitteln erfolgreiche Gegenöffentlichkeit aussehen?
Dabei ging es laut Ankündigung um "Bürgerliche Medien", "Szene-Medien" und "Gegenöffentlichkeit:
Gegenöffentlichkeit
Neben der eigenen Szene wollen wir ja gelegentlich auch andere Menschen erreichen. Inwiefern wir das indirekt durch bürgerliche Medien schaffen ist fraglich. Ebenso dürfte auch die Webseite oder der Blog einer Kleinstgruppe oder Einzelperson kein Millionenpublikum haben. In bewegungsreicheren Zeiten gab es vielfältige Projekte, wie freie Radios oder Stadtzeitungen, die heute, wenn es sie überhaupt gibt, nur einen kleinen Kreis erreichen. Könnten solche Projekte so gestaltet werden, dass sie tatsächlich von vielen Menschen wahrgenommen werden. Wie könnte in der heutigen Zeit mit den heutigen Mitteln erfolgreiche Gegenöffentlichkeit aussehen?
contributor - am Donnerstag, 22. November 2007, 12:26 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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Diese Veröffentlichung ist die Buchfassung einer Promotion an der Universität München. Die Promotion bestand aus einem empirischen und einem theoretischen Teil. Der theoretische liegt nun mit dem Buch vor, der empirische, über dessen Inhalt nichts bekanntgegeben wird, soll, so der Autor, „in einer anderen Form“ veröffentlicht werden.
Wimmer stellt zuerst verschiedene theoretischen Konzepte von Öffentlichkeit vor: Öffentlichkeit aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, zweitens Öffentlichkeit als normatives Prinzip, ferner Habermas, Luhmann, die Ansätze von Öffentlichkeit als „intermediäres Kommunikationssystem“ und das Phänomen der neuen transnationalen Öffentlichkeiten. Im zweiten Kapitel widmet sich Wimmer dann der Gegenöffentlichkeit beziehungsweise den Konzepten von Gegenöffentlichkeit. Hier referiert er Kritische Theorie (Brecht, Enzensberger), dann Nancy Fraser und Oskar Negt / Alexander Kluge als VertreterInnen der These der „maginalisierten Öffentlichkeiten“, drittens die neueren Ansätze der Cultural Studies aus den 1980er und 1990er Jahren (Hall, Fiske, Grossberg). Als „Institutionen“ (sic!) von Gegenöffentlichkeit nennt Wimmer neue soziale Bewegungen, alternative Medien inclusive Netzaktivismus und Kommunikationsguerilla. Zum Schluss untersucht Wimmer das Verhältnis von Gegenöffentlichkeit und Massenmedien und arbeitet heraus, dass beide in einem Wechselverhältnis stehen, die Gegenöffentlichkeiten können ohne Massenmedien keine grössere Resonanz erreichen, gleichzeitig nutzen Massenmedien alternative Medien als Ideenlieferant und Korrektiv für ihre eigene Arbeit.
Das Buch ist in seinem mittleren Teil im enzyklopädischen Sinne ganz brauchbar, insgesamt leidet es aber unter einem unsäglichen soziologischen Stil, der die Lektüre zur wirklich harten Arbeit macht. Wimmer will zwar systematiseren und vergleichen, dies erschliesst sich dem Leser und der Leserin aber leider nicht, seine andauernden Querverweise (a la „vgl. ausführlich Kapitel 3.5.2.“) und die stellenweise ausufernde Nennung von Literatur im Fliesstext helfen da auch nicht weiter, stören eher. Hier liegt ein weiteres Werk aus dem universtären Zirkus vor, dessen Lektüre sich Menschen ausserhalb der Kommunikationswissenschaft und Mediensoziologie im Grunde sparen können.
Wimmer, Jeffrey : (Gegen-)Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft. Analyse eines medialen Spannungsfelds; VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, 297 S., 34,90 EUR
Wimmer stellt zuerst verschiedene theoretischen Konzepte von Öffentlichkeit vor: Öffentlichkeit aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, zweitens Öffentlichkeit als normatives Prinzip, ferner Habermas, Luhmann, die Ansätze von Öffentlichkeit als „intermediäres Kommunikationssystem“ und das Phänomen der neuen transnationalen Öffentlichkeiten. Im zweiten Kapitel widmet sich Wimmer dann der Gegenöffentlichkeit beziehungsweise den Konzepten von Gegenöffentlichkeit. Hier referiert er Kritische Theorie (Brecht, Enzensberger), dann Nancy Fraser und Oskar Negt / Alexander Kluge als VertreterInnen der These der „maginalisierten Öffentlichkeiten“, drittens die neueren Ansätze der Cultural Studies aus den 1980er und 1990er Jahren (Hall, Fiske, Grossberg). Als „Institutionen“ (sic!) von Gegenöffentlichkeit nennt Wimmer neue soziale Bewegungen, alternative Medien inclusive Netzaktivismus und Kommunikationsguerilla. Zum Schluss untersucht Wimmer das Verhältnis von Gegenöffentlichkeit und Massenmedien und arbeitet heraus, dass beide in einem Wechselverhältnis stehen, die Gegenöffentlichkeiten können ohne Massenmedien keine grössere Resonanz erreichen, gleichzeitig nutzen Massenmedien alternative Medien als Ideenlieferant und Korrektiv für ihre eigene Arbeit.
Das Buch ist in seinem mittleren Teil im enzyklopädischen Sinne ganz brauchbar, insgesamt leidet es aber unter einem unsäglichen soziologischen Stil, der die Lektüre zur wirklich harten Arbeit macht. Wimmer will zwar systematiseren und vergleichen, dies erschliesst sich dem Leser und der Leserin aber leider nicht, seine andauernden Querverweise (a la „vgl. ausführlich Kapitel 3.5.2.“) und die stellenweise ausufernde Nennung von Literatur im Fliesstext helfen da auch nicht weiter, stören eher. Hier liegt ein weiteres Werk aus dem universtären Zirkus vor, dessen Lektüre sich Menschen ausserhalb der Kommunikationswissenschaft und Mediensoziologie im Grunde sparen können.
Wimmer, Jeffrey : (Gegen-)Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft. Analyse eines medialen Spannungsfelds; VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, 297 S., 34,90 EUR
Bernd Hüttner - am Dienstag, 21. August 2007, 19:39 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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DAs "Verzeichnis der AlternativMedien 2006/2007" ist erschienen. Dazu gibt es auch eine sehr nützliche Webseite mit den Links aus der Printausgabe, die man sich nach Themen sortiert aufrufen kann.

Inhaltsverzeichnis der Printausgabe:
Bernd Hüttner:
Alternative Medien sind tot, es leben die alternativen Medien. Zur Definition, Entwicklung und Zukunft alternativer Medien
Burghard Flieger: Politische Kultur(en) sichern Verlagsgenossenschaften als besondere Chance alternativer Printmedien
Gottfried Oy: Lebenswelt Gegenöffentlichkeit. Medienkritik und Alltag sozialer Bewegungen
*
Knud Andresen, Markus Mohr, Hartmut Rübner: „Aus der Kneipe Kreuzberger Vereinshaus (dröhnte) die Internationale oder ‚Der Osten ist rot’” Ein paar Schlaglichter zur Geschichte der Zeitschrift Agit 883 (1969 bis 1972)
*
Gisela Notz: Alternative Zeitungen und Zeitschriften der Neuen Frauenbewegungen. Entstehungsgeschichte(n) – Beispiele – politische Konzepte
*
Dieter Moldt: Andersdenken ist die Freiheit der Freien. mOAning star, die Zeitschrift der Offenen Arbeit und der Kirche von Unten in Ostberlin (1985 bis 1989)
*
Andi Kuttner: Do it yourself. Fanzines und die Geschichte ihrer Entstehung
*
Lena Laps: Ihrsinn allein unterm Regenbogen?
*
Redaktion IHRSINN: Schlussakkord. Abschied und Vorankündigung für eine letzte IHRSINN
*
Lea Hagedorn: 300 Ausgaben gelebte Utopie. Ein Interview mit dem Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke
Adressteil
Bernd Hüttner: Vorbemerkungen zum Adressteil
*
Adressteil, nach Postleitzahl sortiert
*
Bernd Hüttner: Statistische Auswertung
*
Bernd Hüttner: Materialien und Literaturhinweise zu alternativen Medien
Vorwort
Ob sich durch die Sozialproteste und die Bewegung gegen die Folgen der kapitalistisch-patriarchalen Globalisierung die Protestbewegungen wieder in einem Aufschwung befinden – manche reden schon im Zusammenhang mit den Sozialforen von der „Bewegung der Bewegungen" – oder ob sich derzeit angesichts ihrer relativ bescheidenen Erfolge Resignation und Frust breitmachen, soll und muss hier ungeklärt bleiben. Die Binnenkommunikation und die Ansprache der Öffentlichkeit findet heute auf anderen Wegen statt, als etwa zu Zeiten der Proteste gegen die Nachrüstung im Westdeutschland in den 1980er Jahre, was nicht zuletzt auch mit der Veränderung der sogenannten etablierten Medien zu tun hat. Hier ist zum einen die durch die Verluste aus dem Anzeigengeschäft herrührende Krise der Qualitäts-(tages-)zeitungen und die Integration der ehemals linksliberalen Leitmedien, wie etwa des SPIEGEL, in den deutschnationalen Mainstream zu nennen. Dies führt entgegen der manchmal zu lesenden These die Protestbewegungen seien in erster Linie ein Anhängsel, wenn nicht sogar ein Produkt der Medien, heute wieder zu einer Vertretungslücke für bestimmte politische Themen und Sichtweisen.
Alternative Printmedien, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften, spielen weniger für die Information der breiten Öffentlichkeit eine Rolle, ihre Bedeutung liegt mehr in der internen programmatischen Debatte.
Nach 15 Jahren liegt mit diesem Buch wieder ein öffentlich zugängliches und gedrucktes Verzeichnis der alternativen Printmedien vor. Die Idee zu diesem Verzeichnis entstand Anfang 2005 im Anschluss an die Veröffentlichung Archive von unten (Neu-Ulm 2003).
Die Einwerbung von Beiträgen zum redaktionellen Teil erfolgte halböffentlich, über Mailinglisten und auf anderen Wegen. Die Resonanz war ernüchternd. So sehr die Beiträge zu begrüßen sind, kann doch als Ergebnis festgehalten werden, dass es derzeit keine weitergehende Beschäftigung mit alternativen Printmedien gibt – weder in der Wissenschaft, noch in den alternativen Printmedien selbst. Akademische Forschung und andere Auseinandersetzungen widmen sich eher den emanzipatorischen Möglichkeiten des Internet und anderer elektronischer Kommunikationsmittel. Was überhaupt heute alternative Printmedien sind, welche Bedeutung sie für Selbstverständigungsprozesse der (neuen) sozialen Bewegungen und das Erreichen einer größeren Öffentlichkeit spielen, scheint nirgendwo weitergehend reflektiert zu werden.
Für den vorliegenden Band konnten neun Beiträge eingeworben werden, davon befasst sich keiner mit der Zukunft alternativer Medien. Die Mehrheit thematisiert die Geschichte bestimmter Bewegungen bzw. die einzelner relevanter Medien.
Ob die veröffentlichten Adressen ein realistisches Abbild der real existierenden Landschaft der alternativen Printmedien darstellen, muss zwangsläufig offen bleiben, da niemand über ein vollständiges, geschweige objektives Bild verfügt, dies geht auch gar nicht. Mit dem Verzeichnis liegt aber auf jeden Fall eine aktuelle Annäherung vor. Zur Definition „Was ist überhaupt heute ein alternatives Printmedium?" und zur Debatte um gedruckte und neue Formen alternativer Kommunikation wie etwa Internetportale und Weblogs finden sich in der Einleitung zum Adressteil nähere Informationen und Thesen. Nicht zuletzt vermag niemand zu sagen, wie groß die Dunkelziffer existierender, aber hier nicht erfasster Medien ist. Die weite Szene der Musik-, Kultur- und anderen Fanzines ist vermutlich ebenso wenig in ihrer ganzen Breite erfasst wie die der selbstorganisierten studentischen Hochschulmedien oder die der linken Betriebszeitungen. Ob Knastzeitungen oder die allerorts erscheinenden Straßen- und Obdachlosenzeitungen überhaupt alternative Medien in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes sind, muss dahingestellt bleiben.
Bernd Hüttner, Bremen, Oktober 2006
Zum Projekt des Herausgebers: www.archivbremen.de

Inhaltsverzeichnis der Printausgabe:
Bernd Hüttner:
Alternative Medien sind tot, es leben die alternativen Medien. Zur Definition, Entwicklung und Zukunft alternativer Medien
Burghard Flieger: Politische Kultur(en) sichern Verlagsgenossenschaften als besondere Chance alternativer Printmedien
Gottfried Oy: Lebenswelt Gegenöffentlichkeit. Medienkritik und Alltag sozialer Bewegungen
*
Knud Andresen, Markus Mohr, Hartmut Rübner: „Aus der Kneipe Kreuzberger Vereinshaus (dröhnte) die Internationale oder ‚Der Osten ist rot’” Ein paar Schlaglichter zur Geschichte der Zeitschrift Agit 883 (1969 bis 1972)
*
Gisela Notz: Alternative Zeitungen und Zeitschriften der Neuen Frauenbewegungen. Entstehungsgeschichte(n) – Beispiele – politische Konzepte
*
Dieter Moldt: Andersdenken ist die Freiheit der Freien. mOAning star, die Zeitschrift der Offenen Arbeit und der Kirche von Unten in Ostberlin (1985 bis 1989)
*
Andi Kuttner: Do it yourself. Fanzines und die Geschichte ihrer Entstehung
*
Lena Laps: Ihrsinn allein unterm Regenbogen?
*
Redaktion IHRSINN: Schlussakkord. Abschied und Vorankündigung für eine letzte IHRSINN
*
Lea Hagedorn: 300 Ausgaben gelebte Utopie. Ein Interview mit dem Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke
Adressteil
Bernd Hüttner: Vorbemerkungen zum Adressteil
*
Adressteil, nach Postleitzahl sortiert
*
Bernd Hüttner: Statistische Auswertung
*
Bernd Hüttner: Materialien und Literaturhinweise zu alternativen Medien
Vorwort
Ob sich durch die Sozialproteste und die Bewegung gegen die Folgen der kapitalistisch-patriarchalen Globalisierung die Protestbewegungen wieder in einem Aufschwung befinden – manche reden schon im Zusammenhang mit den Sozialforen von der „Bewegung der Bewegungen" – oder ob sich derzeit angesichts ihrer relativ bescheidenen Erfolge Resignation und Frust breitmachen, soll und muss hier ungeklärt bleiben. Die Binnenkommunikation und die Ansprache der Öffentlichkeit findet heute auf anderen Wegen statt, als etwa zu Zeiten der Proteste gegen die Nachrüstung im Westdeutschland in den 1980er Jahre, was nicht zuletzt auch mit der Veränderung der sogenannten etablierten Medien zu tun hat. Hier ist zum einen die durch die Verluste aus dem Anzeigengeschäft herrührende Krise der Qualitäts-(tages-)zeitungen und die Integration der ehemals linksliberalen Leitmedien, wie etwa des SPIEGEL, in den deutschnationalen Mainstream zu nennen. Dies führt entgegen der manchmal zu lesenden These die Protestbewegungen seien in erster Linie ein Anhängsel, wenn nicht sogar ein Produkt der Medien, heute wieder zu einer Vertretungslücke für bestimmte politische Themen und Sichtweisen.
Alternative Printmedien, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften, spielen weniger für die Information der breiten Öffentlichkeit eine Rolle, ihre Bedeutung liegt mehr in der internen programmatischen Debatte.
Nach 15 Jahren liegt mit diesem Buch wieder ein öffentlich zugängliches und gedrucktes Verzeichnis der alternativen Printmedien vor. Die Idee zu diesem Verzeichnis entstand Anfang 2005 im Anschluss an die Veröffentlichung Archive von unten (Neu-Ulm 2003).
Die Einwerbung von Beiträgen zum redaktionellen Teil erfolgte halböffentlich, über Mailinglisten und auf anderen Wegen. Die Resonanz war ernüchternd. So sehr die Beiträge zu begrüßen sind, kann doch als Ergebnis festgehalten werden, dass es derzeit keine weitergehende Beschäftigung mit alternativen Printmedien gibt – weder in der Wissenschaft, noch in den alternativen Printmedien selbst. Akademische Forschung und andere Auseinandersetzungen widmen sich eher den emanzipatorischen Möglichkeiten des Internet und anderer elektronischer Kommunikationsmittel. Was überhaupt heute alternative Printmedien sind, welche Bedeutung sie für Selbstverständigungsprozesse der (neuen) sozialen Bewegungen und das Erreichen einer größeren Öffentlichkeit spielen, scheint nirgendwo weitergehend reflektiert zu werden.
Für den vorliegenden Band konnten neun Beiträge eingeworben werden, davon befasst sich keiner mit der Zukunft alternativer Medien. Die Mehrheit thematisiert die Geschichte bestimmter Bewegungen bzw. die einzelner relevanter Medien.
Ob die veröffentlichten Adressen ein realistisches Abbild der real existierenden Landschaft der alternativen Printmedien darstellen, muss zwangsläufig offen bleiben, da niemand über ein vollständiges, geschweige objektives Bild verfügt, dies geht auch gar nicht. Mit dem Verzeichnis liegt aber auf jeden Fall eine aktuelle Annäherung vor. Zur Definition „Was ist überhaupt heute ein alternatives Printmedium?" und zur Debatte um gedruckte und neue Formen alternativer Kommunikation wie etwa Internetportale und Weblogs finden sich in der Einleitung zum Adressteil nähere Informationen und Thesen. Nicht zuletzt vermag niemand zu sagen, wie groß die Dunkelziffer existierender, aber hier nicht erfasster Medien ist. Die weite Szene der Musik-, Kultur- und anderen Fanzines ist vermutlich ebenso wenig in ihrer ganzen Breite erfasst wie die der selbstorganisierten studentischen Hochschulmedien oder die der linken Betriebszeitungen. Ob Knastzeitungen oder die allerorts erscheinenden Straßen- und Obdachlosenzeitungen überhaupt alternative Medien in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes sind, muss dahingestellt bleiben.
Bernd Hüttner, Bremen, Oktober 2006
Zum Projekt des Herausgebers: www.archivbremen.de
contributor - am Freitag, 20. Oktober 2006, 11:34 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
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Videoaktivismus, politischer Dokumentarfilm und 'Digicam-Revolution'
Mit Film und Video politisch intervenieren? Ein politisch-praktischer Workshop
Termin: 30.07.2006 - 04.08.2006
Veranstalter: DGB Bildungswerk e.V.
Tagungsort: Tagungszentrum Hattingen
Der Dokumentarfilm boomt. Dies weist auf ein Bedürfnis nach Wahrheit und Authentizität, aber auch auf die Hoffnung, mittels ,Film-Wahrheit' Wirklichkeit verändern zu können. Entsprechend fragt der Workshop nach der Objektivität der Abbildungen im Dokumentarfilm und stellt dem "objektiven" Dokumentarfilm eine Form explizit subjektiven, parteinehmenden Dokumentarfilms gegenüber. Damit ist die Frage aufgeworfen, ob Film ein Medium zur Veränderung der Gesellschaft sein kann.
Den zweiten Schwerpunkt bildet die ,Digicam-Revolution'. Digicams machen die Produktion und Verteilung von Filmen billiger und einfacher. Camcorder werden weltweit als Waffe im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Missstände in der Gesellschaft etc. genutzt. Amateurfilme dringen in etablierte Medien und verändern öffentliche Meinung. Der Workshop wird auch zeigen, wie sich z.B. im Internet, auf politischen Filmfestivals usw. die unterschiedlichsten Facetten und Richtungen von Videoaktivismus und politischem Dokumentarfilm herausbilden. Videos der Gruppen Witness, KanalB, Kanak-TV, Indymedia und der Zapatista werden präsentiert und diskutiert. Aber der Workshop wird sich nicht mit Präsentationen begnügen, sondern versuchen, mit Formen des Videoaktivismus praktisch zu experimentieren.
Weitere Infos und Themenplan
Mit Film und Video politisch intervenieren? Ein politisch-praktischer Workshop
Termin: 30.07.2006 - 04.08.2006
Veranstalter: DGB Bildungswerk e.V.
Tagungsort: Tagungszentrum Hattingen
Der Dokumentarfilm boomt. Dies weist auf ein Bedürfnis nach Wahrheit und Authentizität, aber auch auf die Hoffnung, mittels ,Film-Wahrheit' Wirklichkeit verändern zu können. Entsprechend fragt der Workshop nach der Objektivität der Abbildungen im Dokumentarfilm und stellt dem "objektiven" Dokumentarfilm eine Form explizit subjektiven, parteinehmenden Dokumentarfilms gegenüber. Damit ist die Frage aufgeworfen, ob Film ein Medium zur Veränderung der Gesellschaft sein kann.
Den zweiten Schwerpunkt bildet die ,Digicam-Revolution'. Digicams machen die Produktion und Verteilung von Filmen billiger und einfacher. Camcorder werden weltweit als Waffe im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Missstände in der Gesellschaft etc. genutzt. Amateurfilme dringen in etablierte Medien und verändern öffentliche Meinung. Der Workshop wird auch zeigen, wie sich z.B. im Internet, auf politischen Filmfestivals usw. die unterschiedlichsten Facetten und Richtungen von Videoaktivismus und politischem Dokumentarfilm herausbilden. Videos der Gruppen Witness, KanalB, Kanak-TV, Indymedia und der Zapatista werden präsentiert und diskutiert. Aber der Workshop wird sich nicht mit Präsentationen begnügen, sondern versuchen, mit Formen des Videoaktivismus praktisch zu experimentieren.
Weitere Infos und Themenplan
contributor - am Dienstag, 27. Juni 2006, 15:44 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit
Anfang Juli vergangenen Jahres wurde einer der Organisatoren der Online-Demo gegen das Abschiebegeschäft der Lufthansa verurteilt. Nunmehr wurde das Urteil des Frankfurter Amtsgerichtes vom Frankfurter Oberlandesgericht aufgehoben:
Heise online (01.06. 2006) berichtet

"OLG Frankfurt: Online-Demonstration ist keine Gewalt
Fast ein Jahr, nachdem das Amtsgericht Frankfurt den Initiator einer Online-Demonstration gegen die Lufthansa zu einer Geldstrafe verurteilt hatte, hat das Oberlandesgericht das Urteil mit dem am heutigen Donnerstag veröffentlichten Beschluss vom 22. Mai aufgehoben und den Angeklagten freigesprochen. Dabei stellten die Richter in der Entscheidung vor allem den Gewaltbegriff in Frage, den die erste Instanz zugrunde gelegt hatte.
Anzeige
Die gerichtliche Aufarbeitung der Online-Demonstration dauerte damit fast fünf Jahre. Die Gruppen "Libertad" und "Kein Mensch ist illegal" hatten am 20. Juni 2001 zu einer Online-Demonstration gegen die Lufthansa aufgerufen. Mittels einer eigens geschriebenen Software konnten die Demonstranten automatisch verschiedene Webseiten der Fluggesellschaft abrufen und so versuchen, die Server in die Knie zu zwingen. Die Aktivisten wollten damit gegen die Beteiligung der Lufthansa an Abschiebungen protestieren. "
Zur Libertad-Erklärung auf Indymedia (1.6.2006)
Heise online (01.06. 2006) berichtet

"OLG Frankfurt: Online-Demonstration ist keine Gewalt
Fast ein Jahr, nachdem das Amtsgericht Frankfurt den Initiator einer Online-Demonstration gegen die Lufthansa zu einer Geldstrafe verurteilt hatte, hat das Oberlandesgericht das Urteil mit dem am heutigen Donnerstag veröffentlichten Beschluss vom 22. Mai aufgehoben und den Angeklagten freigesprochen. Dabei stellten die Richter in der Entscheidung vor allem den Gewaltbegriff in Frage, den die erste Instanz zugrunde gelegt hatte.
Anzeige
Die gerichtliche Aufarbeitung der Online-Demonstration dauerte damit fast fünf Jahre. Die Gruppen "Libertad" und "Kein Mensch ist illegal" hatten am 20. Juni 2001 zu einer Online-Demonstration gegen die Lufthansa aufgerufen. Mittels einer eigens geschriebenen Software konnten die Demonstranten automatisch verschiedene Webseiten der Fluggesellschaft abrufen und so versuchen, die Server in die Knie zu zwingen. Die Aktivisten wollten damit gegen die Beteiligung der Lufthansa an Abschiebungen protestieren. "
Zur Libertad-Erklärung auf Indymedia (1.6.2006)
contributor - am Freitag, 2. Juni 2006, 00:38 - Rubrik: Gegenoeffentlichkeit