Ein Brief an "Weste"
Der Standard (16.9. 2006) dokumentiert:
"Aus unserer Mappe "Humor im Wahlkampf" - ein Kommentar der anderen der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen"
Das folgende Schreiben wurde uns - selbstverständlich exckusiv - von der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen" zugespielt, die für die "Halbmond-statt-Gipfelkreuz"-Aktion verantwortlich zeichnet. Wir drucken den Text - selbstvertsändlich nach eingehender Prüfung seiner Authentizität - ungekürzt und im Wortklaut:
Sehr geehrter Herr Westenthaler, Sie haben sich durch Ihren spektakulären TV-Auftritt innerhalb der Spezies der Populisten als Blinder unter Einäugigen geoutet. Das freut uns von der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen" natürlich.
Unter uns: Besonders mich freut es. Wie Sie wissen, haben wir ja auch die Herren Strache und Hans Dichand angeschrieben. Ich aber habe immer an Sie geglaubt und damit eine gruppeninterne Wette gewonnen.
Warum ich an Sie geglaubt habe? Na, sie waren ja in der Schule schon der Petzer, der fleißig zur "Frau Learin" denunzieren und verleumden gegangen ist und dafür von uns anständige Ohrenreiberln und Kopfnüsse erhalten hat. Wer weiß? Vielleicht geben Sie sich ja deshalb als Vertreter der Fleißigen und Anständigen aus.
Apropos Fleißige und Anständige. Dass Herr Al Rawi und seine Familie wegen Ihres Auftritts belästigt werden, wollten wir nicht. Das tut uns leid. Sie sollten sich dafür öffentlich entschuldigen.
Nein, nein, der letzte Satz war nur Spaß. Natürlich wissen wir, dass Sie sich niemals dafür entschuldigen würden, wissentlich ein gefaktes Schreiben als echt zu verkaufen und gegen die Muslime in Österreich herzuziehen. Das ist halt einfach Ihre Natur. Deshalb sind Sie ja auch so beliebt, wie ein Pharmaversuch bei der Familie Laborratte.
Jedenfalls war sogar der Herr Strache schlauer als Sie. Wissen Sie auch, warum? Der hat sofort gewusst, dass ein Schreiben, in dem der islamische Halbmond vorkommt, "getürkt" sein muss.
Ja, jetzt klatschen Sie sich auf die Stirne und denken: "Das hätte ich doch gleich denken müssen, ich Dummerchen ich". Leider zu spät. Kann es sein, dass Ihre Frisur einfach zu wenig kühle Luft ans Haupt lässt? Viele meinen ja, dass sich der Charakter eines Menschen über modische Accessoires ausdrückt. Bei Ihnen verrät die - sagen wir mal "geschmacksresistente" - Frisur sehr augenscheinlich, dass Sie keine Grenzen des Stils und Anstands kennen. Weder persönlich noch als Politiker. Unser Tipp: 300.000 Haare halten sich illegal auf Ihrem Kopf auf. Weg damit, abschieben, deportieren, ab in die Heimat.
Aber Sie hören ja nicht auf uns. Wie konnten Sie sich nur mit Ihrem Überraschungskandidaten, dem ehemaligen Billa-Manager Veit Schalle vor einem Plakat mit den Worten "Ja natürlich" präsentieren? Da denkt ja jeder sofort: Ja, der Slogan passt zu den beiden wie: Naturtrüb und nicht behandelt".
Ja, blöd gelaufen. Aber Kopf hoch, Herr Westenthaler. Bei unserem Wettbewerb namens "How low can you go?"sind sie ganz klar voran. Er läuft übrigens bis 1. Oktober. Teilnahmeberechtigt ist jeder populistische Hetzer des Landes, also sind das gar nicht so wenige. Der/die Gewinner/in erhält in der Woche nach der Wahl von uns feierlich die "Kellerassel des Jahres" verliehen. Das ist so eine Art Ifland-Ring für Populisten. Sie wird künftig beim politischen Tod des Trägers/der Trägerin an eine/n würdige/n Nachfolger/in übergeben.
Jedoch seien Sie auf der Hut, Herr Westenthaler. Noch ist der Sieg nicht fix. Wir geben auch anderen Vertretern ihres Genres die Möglichkeit, sich öffentlich zu entblößen und entblöden. Und vielleicht hilft Ihnen ja die folgende Information (Geteiltes Leid ist ja halbes Leid): Wir werden Sie nämlich alle erwischen.
herzlichst
Sarald Herafin (Haben wir denn keine anderen Sorgen)
Der Standard (16.9. 2006) dokumentiert:
"Aus unserer Mappe "Humor im Wahlkampf" - ein Kommentar der anderen der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen"
Das folgende Schreiben wurde uns - selbstverständlich exckusiv - von der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen" zugespielt, die für die "Halbmond-statt-Gipfelkreuz"-Aktion verantwortlich zeichnet. Wir drucken den Text - selbstvertsändlich nach eingehender Prüfung seiner Authentizität - ungekürzt und im Wortklaut:
Sehr geehrter Herr Westenthaler, Sie haben sich durch Ihren spektakulären TV-Auftritt innerhalb der Spezies der Populisten als Blinder unter Einäugigen geoutet. Das freut uns von der Künstlergruppe "Haben wir denn keine anderen Sorgen" natürlich.
Unter uns: Besonders mich freut es. Wie Sie wissen, haben wir ja auch die Herren Strache und Hans Dichand angeschrieben. Ich aber habe immer an Sie geglaubt und damit eine gruppeninterne Wette gewonnen.
Warum ich an Sie geglaubt habe? Na, sie waren ja in der Schule schon der Petzer, der fleißig zur "Frau Learin" denunzieren und verleumden gegangen ist und dafür von uns anständige Ohrenreiberln und Kopfnüsse erhalten hat. Wer weiß? Vielleicht geben Sie sich ja deshalb als Vertreter der Fleißigen und Anständigen aus.
Apropos Fleißige und Anständige. Dass Herr Al Rawi und seine Familie wegen Ihres Auftritts belästigt werden, wollten wir nicht. Das tut uns leid. Sie sollten sich dafür öffentlich entschuldigen.
Nein, nein, der letzte Satz war nur Spaß. Natürlich wissen wir, dass Sie sich niemals dafür entschuldigen würden, wissentlich ein gefaktes Schreiben als echt zu verkaufen und gegen die Muslime in Österreich herzuziehen. Das ist halt einfach Ihre Natur. Deshalb sind Sie ja auch so beliebt, wie ein Pharmaversuch bei der Familie Laborratte.
Jedenfalls war sogar der Herr Strache schlauer als Sie. Wissen Sie auch, warum? Der hat sofort gewusst, dass ein Schreiben, in dem der islamische Halbmond vorkommt, "getürkt" sein muss.
Ja, jetzt klatschen Sie sich auf die Stirne und denken: "Das hätte ich doch gleich denken müssen, ich Dummerchen ich". Leider zu spät. Kann es sein, dass Ihre Frisur einfach zu wenig kühle Luft ans Haupt lässt? Viele meinen ja, dass sich der Charakter eines Menschen über modische Accessoires ausdrückt. Bei Ihnen verrät die - sagen wir mal "geschmacksresistente" - Frisur sehr augenscheinlich, dass Sie keine Grenzen des Stils und Anstands kennen. Weder persönlich noch als Politiker. Unser Tipp: 300.000 Haare halten sich illegal auf Ihrem Kopf auf. Weg damit, abschieben, deportieren, ab in die Heimat.
Aber Sie hören ja nicht auf uns. Wie konnten Sie sich nur mit Ihrem Überraschungskandidaten, dem ehemaligen Billa-Manager Veit Schalle vor einem Plakat mit den Worten "Ja natürlich" präsentieren? Da denkt ja jeder sofort: Ja, der Slogan passt zu den beiden wie: Naturtrüb und nicht behandelt".
Ja, blöd gelaufen. Aber Kopf hoch, Herr Westenthaler. Bei unserem Wettbewerb namens "How low can you go?"sind sie ganz klar voran. Er läuft übrigens bis 1. Oktober. Teilnahmeberechtigt ist jeder populistische Hetzer des Landes, also sind das gar nicht so wenige. Der/die Gewinner/in erhält in der Woche nach der Wahl von uns feierlich die "Kellerassel des Jahres" verliehen. Das ist so eine Art Ifland-Ring für Populisten. Sie wird künftig beim politischen Tod des Trägers/der Trägerin an eine/n würdige/n Nachfolger/in übergeben.
Jedoch seien Sie auf der Hut, Herr Westenthaler. Noch ist der Sieg nicht fix. Wir geben auch anderen Vertretern ihres Genres die Möglichkeit, sich öffentlich zu entblößen und entblöden. Und vielleicht hilft Ihnen ja die folgende Information (Geteiltes Leid ist ja halbes Leid): Wir werden Sie nämlich alle erwischen.
herzlichst
Sarald Herafin (Haben wir denn keine anderen Sorgen)
contributor - am Samstag, 16. September 2006, 21:14 - Rubrik: Fake