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Fake

Eine Aufkleberserie in Berlin sorgt für Aufregung +++ Soliaufkleber der ARD Serie Lindenstraße ein Guerilla Marketing Gag +++ Bedrohtes Hausprojekt Linienstraße 206 in Berlin-Mitte wird fälschlicherweise von Helga Beimer und Co unterstützt +++ Lindenstraße aus Köln dementiert +++ symphatische Solidaritätsaufkleber bereits in der ganzen Stadt verklebt +++
https://linksunten.indymedia.org/de/node/80204

gefunden auf indymedia:
"Mit Freude haben wir festgestellt, dass die Stadt Dortmund ihr Engagement gegen Nazis nach Jahren der Verharrmlosung jetzt endlich erst nimmt und bemüht ist, etwas gegen das braune Pack zu unternehmen. Offenbar ließ die Stadt im Namen des Oberbürgermeisters ein Schreiben verteilen, dass die Nachbar_innen der aktiven 79-jährigen Faschistin Anne-Luise Wegstroth über deren Mitgliedschaft bei den militanten Dortmunder Neonazis aufklärte."
Fake, Reaktion der Stadt, Medienbericht unter:
http://de.indymedia.org/2013/04/343892.shtml


Ein nettes Fundstück bei YouTube ist unter dem Titel Official Apple Iphone 5 zu finden. Es handelt sich hierbei um einen sehr lustiges Video, welches das iPhone 5 parodiert. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, einfach mal reinschaun und hoffentlich lachen. QuelleiPhone 5iPhone 5

Eine gefälschte Einladung zu einem Champagner-Empfang im Luxuswohnprojekt Choriner Höfe hat eine Welle der Empörung in Prenzlauer Berg ausgelöst: gutgläubige Anwohner/innen sind über die sozialdarwinistischen Inhalte des Textes schockiert, und die Immobilienfirma distanziert sich scharf von der Fälschung und überlegt rechtliche Schritte einzuleiten.

In Tageszeitungen (Tagesspiegel: „Scherzmittel„) und auf Webseiten (Prenzlauer Berg Nachrichten: „Gefälschte Flyer machen Stimmung gegen die Choriner Höfe„) wird die Aktion erstaunlich gelassen aufgegriffen. Von der Form der Kommunikations-Guerilla wird sich nicht wirklich distanziert, statt dessen zitieren beide Artikel genüsslich aus dem gefälschten Schreiben und bestätigen den Fälschern:

Logo und Tonfall sind gut getroffen.

Das stimmt. Bedeutsamer scheint mir jedoch, dass auch die Inhalte des Schreibens eine Glaubwürdigkeit auf den ersten Blick ausstrahlen. Die Prenzlauer Berg Nachrichten zitieren einen Anwohner:

„Der Flyer ist ziemlich gut gemacht, und auch die übliche PR-Sprache sehr gut getroffen“, meint er. „Das klang plausibel.“ Andere Anwohner, mit denen er gesprochen habe, hätten das ähnlich gesehen. „Irgendwann rief dann aber die Agentur der Investoren bei mir an und klärte mich über die Fälschung auf – im Nachhinein frage ich mich natürlich, warum ich das nicht gleich bemerkt habe.“

Eine Fälschung ist eben nur so gut, wie es ihr gelingt die Vorstellungen und Erwartungen der Adressaten zu bedienen. Das dies im vorliegenden Fall mit einer überzogenen Form der sozialen Arroganz gelungen ist, zeigt wohin die Reise in Prenzlauer Berg geht.



Ein Psychogramm der Verdrängungsangst

Gentrificationkritische Kommunikation-Guerilla als Thema der hyperlokalen Berichterstattung

Im Tagesspiegel ist in Reaktion auf das Schreiben von über 100 Anrufen bei der Immobilienfirma die Rede. Auch ich habe mittlerweile etwa zwanzig Mails von Anwohner/innen aus der Gegend rund um den Teutoburger Platz erhalten, die mich auf eine in ihren Häusern verteilte Einladung zu einem „Frühjahrsempfang mit Champagner und kleinen Überraschungen“ von der Immobilienfirma Diamona & Harnisch aufmerksam machten.

Die in den Mails hervorgehobenen Passagen des Schreibens lassen sich als Psychogramm der vorhandenen Ängste interpretieren.

1. Befürchtung vor Aufwertungseffekten in der Nachbarschaft:

Diamona & Harnisch und die Eigentümerversammlung/Choriner Höfe möchten daran gerne mit Ihnen zusammen aktiv arbeiten und dasAnsehen des Quartiers weiter verbessern. Einige nicht sanierte Häuser in unserer gemeinsamen Nachbarschaft, passen jetzt nicht mehr in das neue, gehobene Erscheinungsbild unserer Straße. Deshalb habenwir uns im Sinne der guten Nachbarschaft bereit erklärt, die unansehnlichen Gebäude zu erwerben undstilgerecht zu sanieren.

2. Befürchtung vor Verdrängung

Diamona & Harnisch sorgen auch für die Menschen aus der Nachbarschaft, die den durch die Aufwertung des Quartiers zwangsläufig entstehenden höheren Mietzins nicht mehr tragen können. Durch die langjährigenInvestitionen von Diamona & Harnisch in Nachbarbezirken wie Lichtenberg und Hohenschönhausen können wir adäquate Wohnalternativen anbieten.

3. Befürchtung vor der Privatisierung öffentlicher Räume

DieFamilien der Käufer haben zum 01. Feb 2011 eine Kinderspielplatz-Initiative gegründet und freuen sich über eine rege Teilnahme aus der neuen Nachbarschaft. Die Zukunftsvision ist ein sicherer und abgeschirmter Spielplatz auf dem Areal des Teutoburger Platzes, exklusiv für die Mitglieder der Initiative. Ziel ist es, die Kontakte unserer Kleinsten untereinander zu stärken und Sicherheit vor unkontrollierten Einflüssen zugewährleisten.

4. Befürchtung von sozialer Spaltung

Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung. Uns ist es wichtig, dass auch weiterhin sozial schwächer gestellte Menschen, in unserer Nachbarschaft leben können. Daher investieren Ihre neuen Nachbarn in den Choriner Höfen nicht nur in Berlin, sondern auch in Ihr direktes Wohnumfeld. In naher Zukunft entstehen neue qualifizierte Arbeitsplätze für Servicekräfte in den Bereichen Securitiy, Facility Management,Gastronomie, Grünanlagenpflege und Housekeeping.



Woher kommt die Angst vor den Luxuswohnungen?
Proteste gegen Luxuswohnprojekte in Prenzlauer Berg (via leute-am-teute.de)

Proteste gegen Luxuswohnprojekte in Prenzlauer Berg (Bild: www.leute-am-teute.de)

Hochpreisige und exklusive Eigentumswohnungsanlagen wie der Marthashof, die Prenzlauer Gärten oder auch die Choriner Höfe stehen beispielhaft für die aktuelle Stufe der Aufwertung in den sanierten Altbauvierteln von Prenzlauer Berg und Mitte. In internationalen Studien werden Situationen einer Aufwertung bereits gentrifizierter Viertel als Super-Gentrification bezeichnet. In vielen Quartieren von Prenzlauer Berg und Mitte übersteigen die Zahlen der neugebauten Wohnungen inzwischen die Zahl der Modernisierungsarbeiten. Das Modernisierungspotential ist weitgehend ausgeschöpft und immobilienwirtschaftliche Investitionen richteten sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf das Neubausegment. Fast alle neue entstehenden Wohnungen sind Eigentumswohnungen – vielen im Luxuswohnbereich.

Wie andere Phasen der Gentrification auch, lösen solche Neubaumaßnahmen Verunsicherung unter den Bestandsbewohner/innen aus, die einerseits steigende Kosten durch die erweiterte Aufwertung ihrer Quartiere befürchten und andererseits um die nachbarschaftliche Balance ihrer Lebensstile bangen.

Eben diese Ängste werden in den unter falscher Flagge verteilten Einladungen angesprochen – das Problem ist dabei weniger der Akt der Fälschung als vielmehr seine offensichtliche Realitätsnähe.
http://networkedblogs.com/gzNRE

Die gefakte Horst Köhler-Homepage
http://www.horst-koehler-consulting.de/index.html
und ein taz-Artikel mit Hintergründen zum "Fake gegen Fake":
http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/wie-die-horst-koehler-satire-verschwand/

BRIMBORIA Kongress – Die subversive Strategie des Fake
16. - 18. April, Leipzig WESTWERK

Fake

Hier gehts zum Programm

Noch ein paar Tage auf Arte.

Alle, die gestern den Yes Men-Film verpasst haben, können ihn noch ein paar Tage online anschauen

Hintergrundinformationen gibts ebenfalls auf der arte-webseite.
Gewöhnungsbedürftig ist der Begriff "Neoaktivisten"

Hier der Trailer zum Film auf YouTube




DIE YES MEN REGELN DIE WELT
Politaktivisten als Weltaufklärer
(THE YES MEN FIX THE WORLD)
Dokumentarfilm von Andy Bichlbaum, Mike Bonnano, Kurt Engfehr
ARTE France/ARTICLE Z/Common Decency/Britdoc/Charny-bachrach,
USA/FRANKREICH/GROSSBRITANNIEN 2009, 90 MIn.

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) löste mit einer Pressemitteilung am 31.3.2009 http://www.vcd-blog.de/2009-04-01-umweltverbaende-begruessen-umweltpraemie-fuer-fahrraeder/ einigen medialen und politischen Wirbel aus. In dieser Pressemitteilung wurde die "heute von der Bundesregierung angekündigte Abwrackprämie für Alt-Fahrräder in Höhe von 250 Euro pro neu­gekauftem Rad" als längst überfällig begrüßt und Hinweise zur Beantragung der Prämie gegeben:

"Die Umweltprämie für Fahrräder könne ab sofort beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, angesichts von dessen aktuellen Computerproblemen jedoch am schnellsten und einfachsten über die Internetseite www.vcd.org/umweltpraemie_jetzt.html."

Am 1.04.09 gab der VCD dann selbst bekannt, dass es sich um einen „Aprilscherz“ mit ernst gemeintem Hintergrund gehandelt habe: http://www.vcd-blog.de/2009-04-01-april-april/

Seitdem haben (Stand September 2009) fast 11.000 Personen die Abwrackprämie für Fahrräder über den VCD "beantragt" und von der Stadt Mannheim wurde inzwischen sogar eine Fahrradumweltprämie ausgezahlt.

Dem Aprilscherz-Fake des VCD ging eine Online-Protest-Aktion voraus, bei der am 19.02.2009 zu symbolischen Beantragungen einer staatlichen Förderung zum Kauf eines neuen Fahrrads und von Bus- und Bahntickets beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) per Email aufgerufen wurde:
http://www.vcd-blog.de/2009-02-19-vcd-startet-online-protest-gegen-abwrackpraemie-jetzt-echte-umweltpraemie-beantragen/

Daraufhin hatte das Bundesamt eine Woche später dem VCD rechtliche Schritte angedroht, sollte der E-Mail-Text zur Beantragung der Prämie nicht umgehend aus dem Internet entfernt werden, was der VCD aber mit einer Pressemitteilung erwiderte http://www.vcd-blog.de/2009-02-27-symbolische-protestaktion-gegen-abwrackpraemie-in-gefahr/... und dann Ende April mit der Pressemitteilung mit Fake erneut topte.

Schöne Aktionen!!

Und die Umweltprämien für Fahrräder und ÖPNV-Tickets können übrigens auch noch weiter beantragt werden: http://www.vcd.org/umweltpraemie_jetzt.html

June 18, 2009
FOR IMMEDIATE RELEASE


Newspaper Ignites Hope, Announces "Civil Disobedience Database"



In a front-page ad in today's International Herald Tribune, the leaders of the European Union thank the European public for having engaged in months of civil disobedience leading up to the Copenhagen climate conference that will be held this December. "It was only thanks to your massive pressure over the past six months that we could so dramatically shift our climate-change policies.... To those who were arrested, we thank you."

There was only one catch: the paper was fake.

Looking exactly like the real thing, but dated December 19th, 2009, a million copies of the fake paper were distributed worldwide by thousands of volunteers in order to show what could be achieved at the Copenhagen climate conference that is scheduled for Dec. 7-18, 2009. (At the moment, the conference is aiming for much more modest cuts, dismissed by leading climate scientists as too little, too late to stave off runaway processes that will lead to millions or even billions of casualties.)

The paper describes in detail a powerful (and entirely possible) new treaty to bring carbon levels down below 350 parts per million - the level climate scientists say we need to achieve to avoid climate catastrophe. One article describes how a website, http://BeyondTalk.net, mobilized thousands of people to put their bodies on the line to confront climate change policies - ever since way back in June, 2009.

Although the newspaper is a fake (its production and launch were coordinated by Greenpeace), the website is real. Beyondtalk.net is part of a growing network of websites calling for direct action on climate change, building on statements made in recent months by noted political figures. (For example, in September Nobel laureate Al Gore asserted that "we have reached the stage where it is time for civil disobedience to prevent the construction of new coal plants.")

Leading American environmentalist Bill McKibben was enthusiastic about the newspaper's message and the methods BeyondTalk.net calls for. "We need a political solution grounded in reality - grounded in physics and chemistry. That will only come if we can muster a wide variety of political tactics, including civil disobedience."

"Non-violent civil disobedience has been at the forefront of almost every successful campaign for change," said Andy Bichlbaum of The Yes Men, who helped write and edit the newspaper and are furnishing the technology for BeyondTalk.net. "Especially in America, and especially today, we need to push our leaders hard to stand up to industry lobbyists and make the sorts of changes we need."

"Roosevelt would never have been able to push through the New Deal if people hadn't taken to the streets, occupied factories, and demanded it," noted newspaper writer/editor and University of California professor Lawrence Bogad. Segregation, British rule in India, and apartheid wouldn't have ended without a lot of people being creatively uncooperative - even if that meant getting arrested. Nonviolent civil disobedience is the bread and butter of progress."

The fake newspaper also has an ad for "Action Offsets," whereby those who aren't willing to risk arrest can help those who are.


A HOPEFUL NEWS PANDEMIC?

Today's fake International Herald Tribune is part of a rash of recent publications which mimic prominent newspapers. Last November, a fake edition of the New York Times announced that the Iraq War was over. A few days earlier, a hoax USA Today featured the US presidential election result: "Capitalism Wins at the Polls: Anarchy Brewing in the Streets." And this April 1st, a spoof edition of Germany's Zeit newspaper triumphantly announced the end of "casino capitalism" and the abolition
of poor-country debt.

The rash of fakes is likely to continue. "People are going to keep finding ways to get the word out about common-sense solutions those in power say are impossible," said Kelli Anderson, one of the designers of the fake International Herald Tribune and co-designer (with Daniel Dunnam) of BeyondTalk.net.

"We already know what we need to do about climate change," said Agnes de Rooij of Greenpeace International. "It's a no-brainer. Reduce carbon emissions, or put the survival of billions of people at risk. If the political will isn't there now, it's our duty to inspire it."


* Civil-disobedience database: http://BeyondTalk.net
* PDF of printed newspaper: http://iht.greenpeace.org/todays-paper/
- Online version: http://www.iht-se.com/
* Video: http://iht.greenpeace.org/video/ (coming soon)
* CONTACT:
- The Yes Men, mailto:press@theyesmen.org
- Mark Breddy (Greenpeace),
mailto:mark.breddy@greenpeace.org,
- Lawrence Bogad, mailto:l.m.bogad@gmail.com,

Die Internetseite der Bundesagentur für Einkommen ist online. Damit ist jetzt der Antrag auf ein bedingungsloses Grundeinkommen leicht für jede Bundesbürgerin und jeden Bundesbürger verfügbar. Die Grundidee:

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ermöglicht jedem Bürger, in Würde leben zu können, seine Existenz und Grundbedürfnisse zu sichern und an der Gesellschaft teilzuhaben. Es steht jedem frei, einen unbeschränkten Betrag hinzuzuverdienen oder auf Erwerbsarbeit zu verzichten. Jeder kann sich die Tätigkeit auswählen, die ihm sinnvoll und wichtig erscheint.
Das einzige Manko des Internetauftritts der Bundesbehörde ist die fehlende Möglichkeit, Anträge auch online zu stellen und direkt abzuschicken. Da das Grundeinkommen bedingungslos ist, sind schließlich keine weiteren Unterlagen nötig. Außerdem scheinen einige Links durcheinander gekommen zu sein - egal wohin man klickt, es erscheinen verwaltungsferne Seiten. Folgt man etwa dem Link "über uns" lädt die Seite der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen. Verbesserungsbedarf gibt es also allemal.

 

twoday.net AGB

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