Florian Waldvogel über Culture Jamming
(Künstlerischer Leiter / artistic director der Kokerei Zollverein | Zeitgenössische Kunst und Kritik, Essen)
Die visuelle Grammatik des Widerstands
"Culture Jamming ist die künstlerische Strategie des zivilen Ungehorsams: Fakes, Adbusting und Semiotic Sniping sind die neuen Subversionsstrategien im Reich der Zeichen und im Kampf um die Rückeroberung des öffentlichen Raumes."
Ein interessantes Phänoment ist, wie der Kunsttext zunehmend (Vgl. a. Gerald Raunigs Einlassung über Transversalität) versucht, Taktiken der Kommunikationsguerilla für sich zu reklamieren. Es ist schon richtig, Kommunikationsguerilla bedient sich ebenfalls künstlerischer Mittel, aber interessant ist doch, dass diese Herangehensweise eben für den politischen (vor allem globalisierungskritischen) Kontext operationalisiert wird. Ob das dann noch Kunst ist, ist hierfür überhaupt keine wesentliche Frage. So what?
" Unsere Erfahrungswirklichkeit besteht in zunehmendem Maße aus Zeichen, die in Folge der kapitalistischen Logik mit Bedeutungen und Werten versehen werden. Mit Erfahrungswirklichkeit ist die Realität gemeint, mit der sich ein Subjekt auseinandersetzt, an der es sich reibt und in der es handelt, aus der heraus sich seine Projektionen, Ängste und Erwartungen ableiten und anhand welcher sich Subjekte spiegeln, selbst erkennen oder entwerfen. Der in einer kapitalistischen Produktionslogik geschaffene „hyperreale“ Zeichenkosmos steht nicht mehr kausal mit der konkreten Realität in Verbindung. Der Verlust der „irdischen“ Referenz der Zeichen ist ein zentraler Punkt in der Kritik des Kapitalismus als Zeichenmaschine und des Wandels der Herrschaftsausübung über das Symbolische."
Ganzen Text bei RebelArt lesen
(Künstlerischer Leiter / artistic director der Kokerei Zollverein | Zeitgenössische Kunst und Kritik, Essen)
Die visuelle Grammatik des Widerstands
"Culture Jamming ist die künstlerische Strategie des zivilen Ungehorsams: Fakes, Adbusting und Semiotic Sniping sind die neuen Subversionsstrategien im Reich der Zeichen und im Kampf um die Rückeroberung des öffentlichen Raumes."
Ein interessantes Phänoment ist, wie der Kunsttext zunehmend (Vgl. a. Gerald Raunigs Einlassung über Transversalität) versucht, Taktiken der Kommunikationsguerilla für sich zu reklamieren. Es ist schon richtig, Kommunikationsguerilla bedient sich ebenfalls künstlerischer Mittel, aber interessant ist doch, dass diese Herangehensweise eben für den politischen (vor allem globalisierungskritischen) Kontext operationalisiert wird. Ob das dann noch Kunst ist, ist hierfür überhaupt keine wesentliche Frage. So what?
" Unsere Erfahrungswirklichkeit besteht in zunehmendem Maße aus Zeichen, die in Folge der kapitalistischen Logik mit Bedeutungen und Werten versehen werden. Mit Erfahrungswirklichkeit ist die Realität gemeint, mit der sich ein Subjekt auseinandersetzt, an der es sich reibt und in der es handelt, aus der heraus sich seine Projektionen, Ängste und Erwartungen ableiten und anhand welcher sich Subjekte spiegeln, selbst erkennen oder entwerfen. Der in einer kapitalistischen Produktionslogik geschaffene „hyperreale“ Zeichenkosmos steht nicht mehr kausal mit der konkreten Realität in Verbindung. Der Verlust der „irdischen“ Referenz der Zeichen ist ein zentraler Punkt in der Kritik des Kapitalismus als Zeichenmaschine und des Wandels der Herrschaftsausübung über das Symbolische."
Ganzen Text bei RebelArt lesen
kg2u - am Mittwoch, 11. Februar 2004, 12:42 - Rubrik: Culture Jamming