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Rainer Barthel "sacht" am 6.12. im Kontext des DowChemical-Fakes:

Mich bringt das wieder einmal auf Heinz von Foerster und sein Buch "Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners". Die Fakten haben im Zeitalter der entfesselten Medien und der virtuellen Räume ihre Macht verloren. Manipulation ist a) nicht mehr als solche erkennbar und b) nicht mehr auf die Mächtigen beschränkt. Jeder kann Lügen so aufbereiten und verbreiten, dass sie als Fakten wahrgenommen werden. Die Wahrheit ist nur noch dass, was ich mit eigenen Augen gesehen habe ... und selbst das kann manipuliert sein. Es gibt KEIN Medium mehr, dem man vertrauen kann. Die Lüge ist die vorherrschende Form der Kommunikation. Na und? Schlimm?
Nö, und ausserdem gibt es bereits aus der italienischen Praxis dafür eine knappe und treffende Zuspitzung: Falsche Informationen zur Schaffung wahrer Ereignisse"

Stefan Krempl (7.12. 2004) meinte in diesem Zusammenhang:

"Dass sowohl Telepolis wie auch die Süddeutsche der BBC eine "neue" Falschmeldung nach dem Fall Gilligan/Kelly unterjubeln wollen, ist aber wiederum nicht ganz richtig, weil zumindest in diesem Fall rund um die Lügen des Irak-Krieg und die Märchendossiers Blairs die "Tante BBC" näher an der Wahrheit lag als die Spindoktoren der britischen Regierung. "

 

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