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Nach KPD/RZ, Liste Niemand, APPD, Pfälzer Liste / Liste Pfalz (PLLP)
nun auch die von Titanic:
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Satiriker gründen ganz ernsthaft eine eigene Partei

maueraufkleberThemen gibt es eigentlich genug. Doch die humoristische Kärrnerarbeit ist den Mitarbeitern des Satire-Magazins "Titanic" wohl inzwischen zu schnöde. Stattdessen stürzen sie sich lieber in eines der letzten echten Abenteuer dieser Welt und gründen am 13. August dieses Jahres eine Partei, die sie folgerichtig "Die Partei" nennen, verfassen mit anwaltlicher Hilfe ein Programm und eine Satzung, die beide übrigens genauso langweilig sind wie die von anderen Parteien. Und wollen damit im kommenden Jahr antreten zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.

Weiter in Telepolis mit Ernst Corinth (02.09.2004)

Ein bisschen durchgeknallt erscheint ein Christian Schneider in der taz vom 1.9.2004, wenn er den "Eierwurf als Kastration" interpretiert:

Wenn allerdings Demonstranten Politiker mit Eiern bewerfen, dann nicht nur, weil es so schön eklig und für den Getroffenen beschämend ist, wenn ihm der klebrige Ei-Inhalt über Gesicht und Anzug läuft, sondern auch, weil ihm damit seine Unfruchtbarkeit, seine Lebensferne und sogar seine Mörderpsyche demonstriert wird: Schließlich ist es ungeborenes Leben, das an ihm zerbricht. Was an ihm schleimig wie Sperma herunterrinnt, zeigt vor allem eines: seine Lächerlichkeit, das heißt seine Impotenz. Der öffentliche Eierwurf ist letztlich eine kleine Kastration.
Manche Artikel sagen eben doch mehr über den Autor, als über den vorgeblichen Sachverhalt.

Ein Bericht in Erwartung des Republikanier-Parteitages in New York:

New York fiebert dem Parteitag der Republikaner vom 29.8.-2.9. entgegen.
Natürlich gibt es auch zahlreiche Versuche, den anstehenden Protest zu pazifizieren. Il Manifesto (19.8.2004): Il sindaco die New York fa lo sconto ai manifestanti »buoni«“.
Diejenigen Deppen, die sich ein Badge mit der Aufschrift „Friedliche politische Aktivisten“ anpeppen lassen, sollen an diversen Orten der Stadt New York Rabatte erhalten (Süddeutsche Zeitung, 20.8.2004). Während die SZ den New Yorker Bürgermeister und Multimillionär Michael Bloomsberg etwas ironisch als „Routinier des Barrikadenkampfes, jeder Zoll ein erfahrener Veteran des Polit-Protestes“ inszeniert (ob das Ganze wirklich ironisch gemeint ist, lässt sich aus dem Kasten auf der ersten Seite der SZ nicht wirklich entnehmen, die Überschrift: „Discount für Demonstranten – New York will mit Rabatten radikale Bush-Gegner besänftigen“ und der Hinweis auf „Realsatire“ könnte dafür sprechen, der Duktus des Artikels weniger), beschreit „Il Manifesto“ den politischen Konflikt doch etwas genauer. Hier wird darauf verwiesen, dass es eben jener Realsatiriker Bloomberg ist, der versucht dem Protest Steine in den Weg zu legen. Insbesondere das Demonstrationsverbot für den Central Park versuchen verschiedene Gruppen gegenwärtig rechtlich zu kippen.
Aber die SZ liefert uns immerhin auch den Hinweis auf jene Webseite (www.rncnotwelcome.org), die nicht nur über Überwachungskameras, die Wohnorte der republikanischen Delegierten etc. Informiert: „Hier kann man auch lernen, wie man formvollendet eine Torte ins Gesicht eines politischen Gegners schleudert: 'Erster Schritt: Wähle ein würdiges Ziel. Jeder aufgeblasene Bösewicht tut es.' Die Tortenwerfer werden ihr Backwerk wohl selbst – und voll – bezahlen müssen. Bloombergs Rabattmarken werden sie ganz sicher nicht bekommen.“
Noch spotten sie, die aufgeblasenen JournalistInnen der SZ, aber bald wird der Tag kommen, dass es auch eine/n der Ihren (z.B. Gustav Seibt oder Kurt Kister) treffen wird, für Dummschwätzerei und dummdreiste Belehrungen in Sachen gefühltem Teuro oder zu hohen Lohnnebenkosten, oder anderen Hinweisen auf angebliche Sparzwänge, nicht richtig kommunizierten Argumenten seitens rot-grüner Regierung. Wir kriegen Euch alle!

Der Artikel wurde auch im Wiener Standard publiziert

 

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